Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Bildergalerie

Bildergalerie

23.07.2018

Das israelische "Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes" in deutscher Übersetzung

Veröffentlicht am 19.07.2018 

https://tapferimnirgendwo.com/2018/07/19/das-israelische-grundgesetz-israel-als-nationalstaat-des-juedischen-volkes-in-deutscher-uebersetzung/

In jeder deutschen Nachricht, die ich dazu las und hörte, fand ich eine Menge Meinung und noch mehr Kommentare. Einige Berichterstatter faselten sogar von Apartheid und Rassismus. In keinem deutschen Leitmedium fand ich jedoch eine Übersetzung des Gesetzes. Komisch.

Ich habe das Gesetz daher selbst übersetzt und schon während der Übersetzung wurde mir klar, warum das Gesetz von so vielen deutschen Medien in seinem Wortlaut den Leserinnen und Leser nicht präsentiert wurde. Die Hysterie ist nämlich absolut nicht haltbar, sobald man das Gesetz gelesen hat.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nun eine deutsche Übersetzung des vollständigen Gesetzestextes:

Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes

1. Grundprinzipien

A. Das Land Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volkes, in dem der Staat Israel gegründet wurde.

B. Der Staat Israel ist die nationale Heimat des jüdischen Volkes, in der es sein natürliches, kulturelles, religiöses und historisches Recht auf Selbstbestimmung erfüllt.

C. Das Recht auf nationale Selbstbestimmung im Staat Israel ist einzigartig für das jüdische Volk.

2. Die Symbole des Staates

A. Der Name des Staates ist „Israel“.

B. Die Staatsflagge ist weiß mit zwei blauen Streifen an den Rändern und einem blauen Schild Davids (Davidstern) in der Mitte.

C. Das Staatswappen ist eine siebenarmige Menorah mit Olivenblättern auf beiden Seiten und darunter das Wort „Israel“.

D. Die Nationalhymne ist die „Hatikvah“.

E. Details zu Staatssymbolen werden vom Gesetz festgelegt.

3. Die Hauptstadt des Staates

Jerusalem, vollständig und vereint, ist die Hauptstadt Israels.

4. Sprache

A. Die Sprache des Staates ist Hebräisch.

B. Die arabische Sprache hat einen besonderen Status im Staat; die Regelung des Einsatzes von Arabisch in staatlichen Institutionen oder durch sie wird gesetzlich geregelt.

C. Diese Klausel berührt nicht den Status, der der arabischen Sprache vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gegeben wurde.

5. Einsammeln der im Exil Lebenden

Der Staat wird stets offen sein für die jüdische Einwanderung und die Einwanderung von Exilanten.

6. Verbindung zum jüdischen Volk

A. Der Staat wird sich bemühen, die Sicherheit der Mitglieder des jüdischen Volkes, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer Staatsbürgerschaft in Schwierigkeiten oder in Gefangenschaft sind, zu gewährleisten.

B. Der Staat soll innerhalb der Diaspora die Beziehung zwischen dem Staat und den Mitgliedern des jüdischen Volkes stärken.

C. Der Staat soll das kulturelle, historische und religiöse Erbe des jüdischen Volkes unter den Juden in der Diaspora bewahren.

7. Jüdische Besiedlung

Der Staat betrachtet die Entwicklung von jüdischer Besiedlung als einen nationalen Wert und wird ihre Gründung und Konsolidierung bestärken und fördern.

8. Offizieller Kalender

Der hebräische Kalender ist der offizielle Kalender des Staates und daneben wird der Gregorianische Kalender als offizieller Kalender verwendet. Der Gebrauch des hebräischen Kalenders und des Gregorianischen Kalenders wird vom Gesetz bestimmt.

9. Unabhängigkeitstag und Gedenktage

A. Der Unabhängigkeitstag ist der offizielle Nationalfeiertag des Staates.

B. Der Gedenktag für die Gefallenen in Israels Kriegen und der Holocaust- und Helden-Gedenktag sind offizielle Gedenktage des Staates.

10. Tage der Ruhe und Sabbat

Der Sabbat und die Feste Israels sind die etablierten Tage der Ruhe im Staat; Nicht-Juden haben das Recht, an ihren Ruhetagen und Festen zu ruhen; Details zu diesem Thema werden gesetzlich festgelegt.

11. Unveränderlichkeit

Dieses Grundgesetz darf nicht geändert werden, außer durch ein anderes Grundgesetz, das von einer Mehrheit der Knesset-Mitglieder verabschiedet wurde.

Das ist das ganze Gesetz. Um mehr geht es nicht! Was fällt auf? Zum Beispiel dies:

In vielen sogenannten Qualitätsmedien in Deutschland wird insinuiert, der bisherige Status der arabischen Sprache in Israel werde angetastet. Dem ist jedoch eindeutig und nachweislich nicht so. Das Gesetz erklärt ganz deutlich, dass kein Status und keine Privilegien der arabischen Sprache in Israel angetastet werden. Für die arabische Sprache bleibt alles, wie es war.

Die einzige kleine Änderung, die durch dieses Gesetzt vorgenommen wird, betrifft das Hebräische. Diese Sprache wird durch das neue Gesetz als einzige Sprache mit dem Attribut „Sprache des Staates“ versehen. Damit wird lediglich die besondere Wichtigkeit des Hebräischen hervorgehoben, da es die Sprache ist, in der die Nationalhymne Israels verfasst ist, sowie der Text des Buches auf dem die meisten Feiertage des Landes fußen. Mehr wurde mit dieser Klausel nicht festgelegt. Kein Grund zur Hysterie.

Warum war es nicht möglich, dieses Gesetz den Leserinnen und Lesern deutscher Zeitungen und Magazine zugänglich zu machen? Ich habe eine Vermutung. Die Hysterie war gewollt, denn Nachrichten, die Israel schlecht oder böse erscheinen lassen, verkaufen sich in Deutschland einfach besser.

Wer behaupten will, Israel sei ein Apartheidsstaat, muss den Wortlaut dieses Gesetzes verschweigen, da sonst seine Behauptung als das auffliegen würde, was sie ist: Blödsinn!

70 Jahre Israel: Zu Ehren Israels Geburtstag (inkl. Video-Kollektion VI) #Israel70

zuletzt aktualisiert: 19.04.2018

 

Im Jahr 2018 wird Israel – der moderne Staat Israel – 70 Jahre alt, ein Grund für Würdigungen, Rückblicke, Perspektiven und Feiern aller Art.

Seit 1948 hat sich Israels Bevölkerung um ein 11-faches vervielfacht. Die israelische Bevölkerung beläuft sich derzeit auf 8,842 Millionen. Dies geht laut ToI aus Statistiken des israelischen Statistikamtes vor den Feierlichkeiten zum 70. Unabhängigkeitstag hervor.

Von den 8,842 Millionen Israelis sind 6,589 Millionen (oder 74,5 Prozent) Juden. Mit etwa 1.849 Millionen Mitgliedern (oder 20,9 Prozent der Gesamtbevölkerung) ist die israelisch-arabische Bevölkerung die zweitgrößte Gruppe. Ungefähr 404.000 Israelis identifizieren sich nicht als arabisch oder jüdisch.

Dennoch ist nicht zu vergessen, dass die jüdische Geschichte Israels weitaus älter ist als 70 Jahre.

“ … Archäologische Funde und historische Aufzeichnungen belegen, dass Juden seit 3500 Jahren durchgehend im Land Israel gelebt haben. Als der Zweite Tempel von den Römern zerstört wurde, war die jüdische Gemeinschaft in Israel über 1000 Jahre alt. Die Römer vertrieben nur einen Teil der jüdischen Bevölkerung und während der folgenden Jahrtausende gab es eine ununterbrochene jüdische Präsenz im Land Israel.

Der Wunsch, wieder einen jüdischen Staat zu errichten, wurde zwar durch heftige Verfolgung und wiederholte Pogrome verstärkt, entstammte aber vor allem der Überzeugung, dass sich das jüdische Volk nur in einem eigenen jüdischen Staat vollständig und unabhängig entfalten könne. Die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach politischer Unabhängigkeit wurde seit langem von Anderen anerkannt und gewürdigt, lange vor der Entstehung des modernen Zionismus im späten 19. Jahrhundert.

Die Idee eines jüdischen Staates ist demnach weitaus älter als sein Name. Es ist nicht Israel, das zu einem jüdischen Staat werden sollte, sondern ein jüdischer Staat, der Israel genannt werden sollte. …“(siehe auch: „Die Bedeutung Israels als Staat des jüdischen Volkes„)

Diese Kollektion begleitet das Jubiläumsjahr und wird kontinuierlich aktualisiert.

Zudem kann man dem offiziellen Hashtag, um auf Titter rund um das Jubiläum nichts zu verpassen, folgen: #Israel70

Weiter geht es hier: 

https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2015/04/19/zu-ehren-israels-geburtstag-inkl-video-kollektion-vi/

 

 

2017

Boykottbewegungen gegen Israel

Liebe Leserinnen und Leser,

Diese DIG-Broschüre soll Ihnen dabei helfen, die Boykottbewegung gegen Israel zu verstehen und ihr etwas entgegenzusetzen.
Ein Boykott gegen den jüdischen Staat - das ruft gerade in Deutschland Erinnerungen an den Boykott der Nationalsozialisten gegen jüdische Geschäfte hervor, und an antisemitische Gewalt gegen Jüdinnen und Juden.

Der Boykott Israels kommt im 21. Jahrhundert jedoch in der Sprache der Menschenrechte daher. Israel soll den Palästinensern das „Selbstbestimmungsrecht“ zugestehen. Die „Besatzung“ arabischen Landes soll beendet, die „Mauer“ abgerissen und das  „Rückkehrrecht“ palästinensisch-arabischer Flüchtlinge ins israelische Kernland ermöglicht werden. Um diese Ziele zu erreichen, ruft die Bewegung zu Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen gegen Israel auf.1 Das Akronym BDS steht für „Boycott, Divestment
and Sanctions“.

Das klingt erst einmal gewaltfrei. Die BDS-Bewegung distanziert sich aber keineswegs von der Gewalt terroristischer Gruppen wie Hamas und Hisbollah und bleibt deshalb anschlussfähig für islamistische und andere Gewalttäter. Klargestellt wird auch nicht, welches arabisches Land als besetzt angesehen wird. Die Westbank oder Gesamtisrael? Es wird bewusst offen gelassen, ob Israel in den Grenzen von 1949 oder nach den Eroberungen im Sechs-Tage-Krieg 1967 gemeint ist. BDS möchte anscheinend anschlussfähig
sein für extremistische Kreise der Hamas und der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas), beides von der EU gelistete Terrororganisationen. Alle, die das Existenzrecht Israels leugnen, oder Israel sogar gewaltsam auslöschen wollen, sollen mitmachen beim Boykott.

--> Die gesamte Broschüre als PDF herunterladen. <--

 

http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/bund/im-fokus/category/downloads/showme/boykottbewegungen-gegen-israel