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28.05.2019 Mena-Exklusiv

Antizionismus: die neue und sehr aggressive Form des Judenhasses

Der bekannte amerikanische Autor und Universitätsprofessor Alvin Rosenfeld ist Inhaber des Irving M. Glazer-Lehrstuhls für jüdische Studien an der Indiana University, Direktor des Instituts für das Studium des zeitgenössischen Antisemitismus und Gründer des Born Jewish Studies-Programms. Zu seinen Büchern zählen „Deciphering the New Antisemitism“, „Anti-Zionism and Antisemitism: The Dynamics of Delegitimization” und „The End of the Holocaust”. In 2002 wurde Professor Rosenfeld von damaligen US-Präsidenten George W. Bush in den Vorstand des Holocaust Memorial Museum berufen. Letztes Jahr wurde er zum Senior Fellow am Raoul Wallenberg Centre for Human Rights ernannt. Mit Professor Alvin Rosenfeld sprach Yvette Schwerdt.

Yvette Schwerdt (YS): Die Gegenwart ist nicht mit den 1930er Jahren vergleichbar. Oder doch?

Alvin Rosenfeld (AR): Nein, so weit würde ich denn doch nicht gehen. Natürlich gab es in den 1930er Jahren Erscheinungen, etwa Boykotts jüdischer Geschäfte und andere beunruhigenden Entwicklungen, die wir auch heute erleben. Erinnern die heutigen Ereignisse an die vor-Nazi Zeit und könnte es soweit kommen wie damals? Sagen wir mal, das wäre der schlimmste Fall. Ich selbst bevorzuge es keine solchen Vergleiche zu ziehen, weil ich überzeugt bin, dass der heute vorherrschende Antisemitismus aufgrund seiner eigenen, spezifischen Eigenschaften verstanden werden muss.

YS: Wie würden Sie den heutigen Antisemitismus beschreiben?

AR: Die heutige anti-jüdische Feindschaft erscheint in diversen Formen und wird von unterschiedlichen Motiven geleitet. Klar ist, dass Judenhasser heute den Staat Israel genauso diskriminieren wie einst ihre Pendants Juden und jüdische Einrichtungen diskriminiert haben. Für einen bestimmten antisemitischen Typus, den sogenannten Antizionisten, ist der bloße Gedanke eines jüdischen Volkes ein Gräuel. Wenn dann die Gemeinschaft des jüdischen Volkes zu einem Nationalstaat führt, einem, der zudem noch über eine starke, einsatzbereite Armee, verfügt, dann sieht dieser Antisemit rot. Der Antizionismus ist eine neue und sehr aggressive Form des Judenhasses.

Weiterlesen kann man hier: https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/antizionismus-die-neue-und-sehr-aggressive-form-des-judenhasses/

 

06.05.2019

mena-watch, 04.05.2019

Antisemitismus wird zum Mainstream

„Weltweit erleben Juden deutlich mehr antisemitische Attacken. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2018 dreizehn Prozent mehr antisemitische Vorfälle, wie aus einem Bericht israelischer Forscher der Universität Tel Aviv hervorgeht. Die Studie registrierte weltweit 387 antisemitische Vorkommnisse. Mit mehr als hundert seien die meisten Vorfälle in den USA verzeichnet worden. Darauf folgten Großbritannien (68) sowie Deutschland und Frankreich (jeweils 35). Mosche Kantor, Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, sagte zu dem Bericht: ‚Der Antisemitismus ist zuletzt so stark angestiegen, dass die Fortsetzung jüdischen Lebens an sich in vielen Teilen der Welt in Frage gestellt ist.‘ Der Bericht registriert auch 13 Mordfälle an Juden mit antisemitischen Motiven. Elf wurden bei einem Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh im Oktober getötet. Zwei weitere Morde wurden an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll in Paris und dem jüdischen Studenten Blaze Bernstein in Kalifornien verübt.

Der Bericht der Universität Tel Aviv führt das Erstarken des Antisemitismus in den USA auf rechtsextreme Gruppen und Feindseligkeiten auf Universitätsgeländen zurück. Dort würden jüdische Studenten angegriffen, die Israel unterstützten. Besonders stark war der Anstieg antisemitischer Vorfälle in Frankreich und Deutschland mit 74 bzw. 70 Prozent. Verantwortlich dafür sei das Erstarken rechtsextremer Gruppen und antisemitische Ressentiments in der wachsenden muslimischen Bevölkerung der beiden Länder.

Die beunruhigendste Entwicklung ist aber laut des Berichts, dass sich ‚Juden in manchen Ländern so fühlen, als würden sie in einem Ausnahmezustand leben‘. In der Folge würden sie die Verbundenheit mit Orten hinterfragen und anzweifeln, in denen sie seit Jahrhunderten leben. Dazu trage auch bei, dass sich Antisemitismus in Debatten, politischen Foren und sozialen Netzwerken normalisieren würde. Der Großteil der befragten Juden (75 bis 80 Prozent) zeigten antisemitische Vorfälle nicht an, da es zu viele seien, die zu häufig passierten. Ebenfalls im Mainstream angekommen ist dem Bericht zufolge Antisemitismus im anti-zionistischen Diskurs. ‚Alle klassischen judenfeindlichen Stereotype werden auf den jüdischen Staat projiziert. Israel-Hass wird zu einer politisch korrekten Form des Antisemitismus‘, heißt es im Bericht. Erst vor wenigen Tagen hat die Tageszeitung ‚New York Times‘ erhebliche Kritik für eine antisemitische Karikatur einstecken müssen, die den US-Präsidenten Donald Trump an der Leine eines Hundes mit dem Gesicht des israelischen Premiers Netanyahu zeigt.“ (Bericht der Deutschen Welle: „Zahl antisemitischer Vorfälle gestiegen“)

https://www.mena-watch.com/antisemitismus-wird-zum-mainstream/

 

14.04.2019

Warum die Golanhöhen israelisch bleiben müssen

Von Alex Feuerherdt 

4. April 2019

Die Entscheidung der amerikanischen Regierung, die israelische Souveränität über den Golan und damit den Status quo anzuerkennen, wird in Europa heftig kritisiert. Sie steigere die Gefahr eines weiteren Krieges im Nahen Osten, heisst es. Doch das stimmt nicht – vielmehr hätte die Rückgabe des Gebietes an Syrien weitaus dramatischere Konsequenzen: Sie würde die Existenz Israels unmittelbar gefährden. Auch der Bevölkerung auf den Golanhöhen würde sie schaden.

Ganz unabhängig davon, was Donald Trumps Motive waren, die Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen: Dass er dadurch «Fakten geschaffen» hat, wie seitdem vielfach zu lesen und zu hören ist, trifft weitaus weniger zu als die Feststellung, dass er Fakten akzeptiert hat. Und das nicht nur deshalb, weil das Gebiet lediglich 21 Jahre lang – nämlich von 1946, dem Jahr der Unabhängigkeit Syriens, bis 1967 – zu einem souveränen syrischen Staat gehörte, während Israel es nun schon seit 52 Jahren beansprucht. Sondern auch und nicht zuletzt, weil die Sicherheit des jüdischen Staates – wenn nicht sogar seine Existenz – extrem gefährdet wäre, wenn der Golan an Syrien zurückgegeben werden würde. Das hat schon die Geschichte gezeigt, in der Israel von diesem strategisch überaus wichtigen Bergzug aus immer wieder angegriffen wurde oder – wie vor dem Sechstagekrieg, einem Notwehrkrieg Israels, der schliesslich zur Eroberung des Golans durch die israelische Armee führte – attackiert werden sollte.

Die israelische Besetzung des Golan ist also «ein Ergebnis mehrerer arabischer Angriffskriege», wie Clemens Wergin auf Welt Online resümiert, um die Frage anzuschliessen: «Wie viele Kriege müssen arabische Staaten eigentlich gegen Israel führen und verlieren, bis sie den Anspruch auf das dabei verloren gegangene Territorium verspielen?» Zu Recht weist Wergin darauf hin, dass die relevante UN-Resolution 242 aus dem Jahr 1967 die «Rückgabe von besetzten Gebieten» an einen «gerechten und dauerhaften Frieden» bindet, was die «Anerkennung der Souveränität, territorialen Unversehrtheit und politischen Unabhängigkeit eines jeden Staates in der Region und seines Rechts, innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen frei von Androhungen oder Akten der Gewalt in Frieden zu leben», einschliesst.

Es lässt sich schwerlich behaupten, dass Syrien und die anderen arabischen Staaten – ausgenommen Ägypten und Jordanien, mit denen Israel später Friedensverträge schloss – dieser Verpflichtung nachgekommen sind. 1973 gab es erneut einen arabischen Angriff auf Israel, den Jom-Kippur-Krieg; einige Jahre danach annektierte der jüdischen Staat den von ihm kontrollierten Teil des Golans. Das heisst: «Der Verstoss der Araber gegen die UN-Resolution 242 wurde von israelischer Seite mit einem eigenen Verstoss beantwortet», wie Clemens Wergin zusammenfasst. Inzwischen haben der Iran und die libanesische Terrororganisation Hisbollah in Syrien in der Nähe der Grenze zu Israel militärische Stellungen platziert, die eine reale, sehr konkrete Gefahr für den jüdischen Staat sind und nicht bloss Symbolpolitik. Man kann sich leicht vorstellen, um wie viel prekärer sich die Situation für Israel darstellen würde, wenn die Golanhöhen wieder syrisch wären.

Kaum arabische Proteste gegen Trumps Entschluss

Dabei hätte es Ende der 1990er Jahre dazu kommen können, wie sich der Publizist Thomas von der Osten-Sacken erinnert: «Damals nämlich verhandelten Syrien und Israel über die Rückgabe des Bergzuges und über ein mögliches Friedensabkommen. Noch war die zweite Intifada nicht ausgebrochen, der Oslo-Prozess stockte zwar, schien aber unaufhaltsam. Und in dieser allgemeinen Stimmung herrschte der Eindruck vor, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Golan an Syrien zurückgegeben werden würde. Einzig einen kleinen Uferstreifen am östlichen Ufer des Sees Genezareth wollte Israel behalten und bot dafür sogar einen Landtausch an.» Es kam bekanntlich anders. Denn Hafiz al-Assad, der Vater des heutigen syrischen Präsidenten, brach die Gespräche ab; Jassir Arafat liess wenig später die Friedensverhandlungen mit Israel in Camp David platzen und setzte die zweite Intifada mit ihren Selbstmordattentaten in Gang.

Im Nachhinein dürfte die israelische Regierung froh gewesen sein, die Macht über den Golan nicht abgegeben zu haben. Und solange die Situation in Syrien so bleibt, wie sie ist – insbesondere mit Blick auf den immensen, brandgefährlichen iranischen Einfluss dort –, wird das syrische Regime zu keinem Frieden mit Israel bereit sein. Sollte sich das irgendwann einmal ändern, wird die amerikanische Anerkennung der Golanhöhen als israelisches Territorium ganz gewiss keine unüberwindliche Hürde sein. Einstweilen aber ist es für den jüdischen Staat von vitalem Interesse, das Gebiet zu kontrollieren – und das sieht nicht nur die Regierung so, sondern auch die Opposition. Im Unterschied zu den Palästinensergebieten gibt es beim Golan keine nennenswerten Differenzen zwischen den verschiedenen politischen Parteien und Strömungen in Israel. Dort weiss jeder, was drohen würde, wenn man die Golanhöhen zurückgäbe.

Anders, als es in vielen Medien behauptet wurde, ist der amerikanische Schritt übrigens keineswegs dazu geeignet, den Nahen Osten noch stärker in Aufruhr zu versetzen oder gar den vielbeschworenen «Flächenbrand» zu entfachen. «Bis auf ein paar von Assad kontrollierte Drusen ging bislang niemand wegen der Entscheidung in der Region auf die Strasse», wie Thomas von der Osten-Sacken feststellt. «Im Gegenteil wundert sich etwa die New York Times, wie wenig Kritik bislang aus den Hauptstädten der arabischen Welt zu hören war.» Darüber hinaus gilt, was Stefan Frank festhält: «Das ist der Schlüssel zum Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn: Israel muss so stark sein, dass niemand sich traut, es anzugreifen.»

Eine Rückgabe des Golans würde die Kriegsgefahr erhöhen

Eine Rückgabe des Golans würde den jüdischen Staat nicht nur strategisch schwächen, sondern es wäre, so Frank, «auch ein verheerendes Signal an Israels Feinde: dass die Ergebnisse von 1967 rückgängig gemacht werden können. Wenn das möglich ist, dann, so würden sie denken, kann auch das Ergebnis des Krieges von 1948 rückgängig gemacht werden. Und wenn das möglich ist, dann, so würden sie denken, kann auch Israels Gründung rückgängig gemacht werden.» Diesem Signal wirkt der jüdische Staat entgegen, auch dadurch, dass es Pläne gibt, den dünn besiedelten Bergzug – auf dem rund 22.000 jüdische Israelis und etwa 25.000 Drusen leben – stärker zu bevölkern und ihn unabhängiger von der Landwirtschaft und dem Tourismus zu machen, etwa durch die Ansiedlung von Industrie und Hi-Tech-Zentren. Auch die Infrastruktur könnte ausgebaut werden, inklusive Schnellstrassen und Bahnverbindungen.

Es wären Massnahmen, die der auf dem Golan lebenden Bevölkerung zugutekämen. Eine Rückgabe des Gebietes an Syrien würde das Gegenteil bewirken – und die Gefahr eines Krieges gegen Israel massiv erhöhen. Schon deshalb ist die Kritik an Trumps Entschluss wohlfeil und die Weigerung der Europäischen Union, die israelische Souveränität über die Golanhöhen anzuerkennen, nicht zielführend. «Ein Staat hat seine Interessen», schreibt Stefan Frank zu Recht. «Deutschland und die EU haben Interesse an guten Beziehungen zu den Despoten am Persischen Golf, Israel hat das Interesse zu überleben. Israels einzig sichere Grenze zu Syrien – ob anerkannt oder nicht – ist der Golan.» Ginge es nach der deutschen Bundesregierung und der EU, dann «wäre das Ostufer des Sees Genezareth in den letzten Jahren abwechselnd von Bashar Assad, von der Al-Nusra-Front und von der Hisbollah kontrolliert worden». Eine abscheuliche Vorstellung.

https://www.audiatur-online.ch/2019/04/04/warum-die-golanhoehen-israelisch-bleiben-muessen/

 

07.03.2019

Gericht bestätigt: Hamas steht zu Recht auf Terrorliste der EU

„Die EU kann die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas weiter als terroristisch einstufen. Mit einem Urteil wies das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg die Klage der Organisation ab. Die Hamas hatte einen Beschluss des EU-Rates vom März 2015 beanstandet, mit dem sie und ihr bewaffneter Arm – die Essedin-al-Kassam-Brigaden – auf der Liste von Personen und Organisationen belassen wurden, deren Gelder im Zuge des Anti-Terror-Kampfes eingefroren werden können. Die von der EU angeführten Ereignisse aus den Jahren 2011 bis 2014 seien aktuell genug, um die Hamas weiterhin auf der Liste zu belassen, erklärte das Gericht. Die Hamas habe diese Ereignisse nicht wirksam bestritten, deshalb könnten sie bei der Begründung, dass von der Hamas weiter eine Gefahr durch die Beteiligung an terroristischen Aktivitäten ausgehe, berücksichtigt werden.

Das Gericht befand zudem, dass der EU-Rat seine Begründungspflicht nicht verletzt habe, da er die aufgeführten Tatsachen hinreichend präzise und konkret beschrieben habe. Zudem wies das Gericht darauf hin, dass der völkerrechtliche Grundsatz der Nichteinmischung für souveräne Staaten nicht für Vereinigungen oder Bewegungen gelte. Da die Hamas weder ein Staat noch eine Regierung sei, könne sie nicht von dem Grundsatz der Nichteinmischung profitieren.“ (Bericht des Focus: „Hamas bleibt weiter auf der EU-Terrorliste“)

https://www.mena-watch.com/gericht-bestaetigt-hamas-steht-zu-recht-auf-terrorliste-der-eu/

 

01.02.2019

Shoa als Seifenoper

Eugen Herman-Friede habe ich noch persönlich gekannt. Er war Berliner wie ich, doch einige Jahrzehnte älter. Entscheidende Jahrzehnte. 1991 besprach ich in der Zeitung Die Welt sein Buch „Für Freudensprünge keine Zeit“ über seine Jugend im Dritten Reich. Er schickte der Redaktion ein Foto, das ihn in der Uniform der Hitler-Jugend zeigte, das Foto wurde als Illustration zu meinem Text gedruckt, denn Eugen Friede hatte sich nur als Hitlerjunge kostümiert. Eine der Verkleidungen und Täuschungen, mit deren Hilfe er überlebte. Er war Jude.

Aus den Büchern und Lebensgeschichten von Eugen Friede und einigen anderen, die als Jugendliche in Berlin überlebt haben, ist ein Film gemacht worden, „Die Unsichtbaren. Wir wollen leben“. Ich muss einräumen, dass ich ihn nicht gesehen habe. Und nicht sehen will. Auch Eugen Friede hat ihn nicht mehr gesehen, er ist im vergangenen Jahr gestorben. Gast der Uraufführung war Claudia Roth, eine Politikerin der Grünen, die für ihre innigen Beziehungen zum iranischen Mullah-Regime bekannt ist. Im Spiegel konnte man lesen: „7000 Juden versteckten sich nach 1941 mitten in Berlin, um der Deportation zu entgehen. Jetzt erzählen sie im Dokudrama „Die Unsichtbaren“ selbst ihre Geschichte - erschütternd und begeisternd.“

Juden – ja. Israelis – nein?

Über das Wort „begeisternd“ bin ich beim Lesen des Textes, wie man so sagt, gestolpert. Es schien mir geschmacklos – besonders im Spiegel. Vielleicht, weil ich dort noch nie das Wort „begeisternd“ im Zusammenhang mit Israel gelesen habe. Es ist begeisternd, wie junge deutsche Juden in der Nazi-Zeit ihren Lebenswillen unter Beweis gestellt haben, aber nicht begeisternd, wenn es heute israelische Juden tun, sagen wir: unter Raketenbeschuss der Hamas. Der gerade wieder neue deutsche Hilfsgelder zuströmen, dieses Jahr deutlich erhöht, wenn auch verschämt verborgen als Zuwendung für das UNRWA genannte „Hilfswerk“ in Gaza. Das weitgehend von der Hamas kontrolliert wird und dafür sorgt, dass Etliches von der generösen deutschen Hilfe – 145 Millionen Euro sollen es in diesem Jahr sein – in den Raketenlabors dieser Kampfgruppe ankommt, die sich erklärtermaßen die Vernichtung der israelischen Juden zum Ziel gesetzt hat.

Wie soll man das nennen, diese seltsame Schizophrenie der „Begeisterung“, die einst von den Nazis bedrohten jungen Juden gilt, die inzwischen größtenteils gestorben sind, aber nicht jungen Israelis von heute? Diese Betroffenheitsreden an Gedenktagen, wenn man gleichzeitig von der Hamas kontrollierten Körperschaften Geld überweist, viel Geld, damit es den Terroristen in Gaza an nichts mangelt?

Der deutsche Außenminister Maas hat am 27. Januar eine Rede gehalten, zum „Internationalen Holocaust-Gedenktag“, er sorgt sich darum, dass „unsere Erinnerungs-Kultur bröckelt”. Sie bröckelt wie der Sand, auf den sie gebaut ist. Und nicht nur, wie Maas behauptet, weil sie „unter Druck von extremen Rechten“ stünde. Die Lüge ist kein haltbares Material. Wenn man sich daran „begeistert“, wie jüdisches Leben in der Nazi-Zeit gerettet wurde, zugleich den Judenmördern von heute mit Geld aushilft, dann ist Shoa-Gedenken nur noch eine Seifenoper.

Chaim Noll / 29.01.2019

https://www.achgut.com/artikel/shoa_als_seifenoper

26.11.2018

Vereinte Nationen gegen Israel – Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert

Ein hörenswerter Vortrag von Alex Feuerherdt:

https://archive.org/details/Alex_Feuerherdt_Vereinte_Nationen_gegen_Israel

Kein anderes Land steht bei den Vereinten Nationen derart am Pranger wie Israel. Die UNESCO und der UN-Menschenrechtsrat beispielsweise haben den jüdischen Staat in ihren Resolutionen häufiger verurteilt als alle anderen Länder dieser Welt zusammen. Auch die Generalversammlung der UNO beschäftigt sich in ihren Diskussionen weitaus öfter mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten als etwa mit Syrien, Nordkorea oder dem Iran. Die UN-Frauenrechtskommission hat Israel unlängst als einziges Land für die Verletzung von Frauenrechten kritisiert, für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schädigt weltweit niemand die Gesundheit von Menschen und die Umwelt so stark wie der jüdische Staat. Und das sind nur einige wenige Beispiele von vielen. Ein Beschluss wie der UN-Teilungsplan von 1947, der die Grundlage für die Proklamation des Staates Israel bildete, wäre heute schlicht undenkbar.

Wie kommt es, dass sich der jüdische Staat derart im Visier der Vereinten Nationen und ihrer Untereinrichtungen befindet? Liegt das tatsächlich an Israel selbst – oder gibt es dafür womöglich ganz andere Gründe? Wie ist die UNO heute überhaupt aufgestellt, und worin unterscheidet sie sich von früheren Jahren? Welches Verständnis von den Menschenrechten herrscht bei ihren Mitgliedern vor?

Zum Referenten: Alex Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien zu den Themen Israel, Nahost, Antisemitismus und Fußball, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, n-tv.de, die Jungle World und die Medienbeobachtungsstelle Naher Osten in Wien. Außerdem ist er Betreiber des Blogs Lizas Welt.

16.07.2018

Artenvielfalt gestern und heute

Das neu eröffnete Zentrum für Naturgeschichte ist das erste seiner Art in Israel

von Lissy Kaufmann, Jüdische Allgemeine

Raus in die Natur oder in den Zoo – das klingt nach der besten Idee, wenn man Tiere sehen will. Aber ins Museum? Andererseits: Wo kann man heute noch den asiatischen Geparden sehen? Den gibt es schließlich seit 1911 nicht mehr. Oder den einheimischen Bären – der wurde in der Region letztmals 1916 lebend gesichtet. Auch das Krokodil aus dem Taninim-Fluss ist längst ausgestorben. Im neu eröffneten Steinhardt-Museum für Naturgeschichte hingegen können sich Besucher Exemplare dieser Tierarten genauer ansehen – und noch zahlreichen weiteren präparierten Tieren nahekommen.
Das Tel Aviver Museum ist das erste seiner Art in Israel und zeigt auf rund 1700 Quadratmetern mehr als 1000 Ausstellungsstücke. Besucher lernen etwas über die verschiedenen Lebensräume in Israel und wie sich Tierarten entsprechend angepasst haben. Auch erfährt man, wie der Mensch die Lebensräume verändert, teilweise gar zerstört hat.

Die Sammlung des Museums, die nur in Teilen zu sehen ist, umfasst rund fünfeinhalb Millionen Exemplare präparierter Tiere, die im Zoo oder in der freien Wildbahn gestorben sind oder vor vielen Jahrzehnten gejagt wurden – was heute zu Forschungs- und Ausstellungszwecken nicht mehr geschieht. Bislang schlummerten die Stücke versteckt in verschiedenen Fakultäten der Tel Aviver Universität, der Öffentlichkeit nicht zugänglich – darunter auch die historische Sammlung des deutschen Zoologen und katholischen Priesters Ernst Schmitz, der in Israel lebte.

Es war die Zoologin und Professorin Tamar Dayan, die das Museumsprojekt in den vergangenen 22 Jahren vorangetrieben hat – finanziell unterstützt von Michael Steinhardt, nach dem das Museum benannt ist, sowie von anderen Geldgebern, unter anderem auch von der Regierung. Umgerechnet rund 33 Millionen Euro hat das Museum gekostet, das zur Universität Tel Aviv gehört. Seit Anfang Juli kann vorerst eine begrenzte Anzahl von Besuchern die Ausstellungen im Norden der Stadt besichtigen – vorübergehend nur für vier Stunden am Tag, dafür zu einem reduzierten Preis, bis das Museum dann Ende August regulär öffnet.
Die Museumsmacher wollen die Zeit als Testphase nutzen: Finden sich die Besucher zurecht? Verstehen sie, dass sie die verschiedenen Federarten berühren dürfen – und auch die Knochen an der Wand, um zu spüren, wie leicht der Knochen eines Vogels ist im Vergleich zu dem eines Säugetiers? Halten sich die Besucher an die Anweisungen, dass die ausgestopften Affen, Ameisenbären und Hasen nicht angefasst werden dürfen?
Noch sind zahlreiche Ausstellungsobjekte nämlich nicht durch eine Glaswand von den Besuchern getrennt – und wenn es nach Tamar Dayan, der heutigen Vorsitzenden des Museums, geht, soll das auch so bleiben. Die Testwochen sollen zeigen, ob das Konzept aufgeht. Erst dann öffnet das Museum ganztägig und für eine unbegrenzte Anzahl von Besuchern. Mit 150.000 pro Jahr wird gerechnet.

Der Fokus des Museums liegt auf der Naturgeschichte des Landes – das wird bereits im Eingangsbereich deutlich. Dort schweben jene Vogelarten in der Luft, die im Herbst Israel passieren, auf dem Weg zu ihren Überwinterungsplätzen im Süden. Mittlerweile bleiben einige von ihnen sogar und verbringen die kalten Monate hier. 500 Millionen sind es jährlich, darunter der große weiße Pelikan, der größte Zugvogel, sowie der Weidenlaubsänger, der kleinste.
Außerdem erfahren Besucher gleich zu Beginn von den sechs verschiedenen Lebensräumen für Tiere in Israel: von der Wüste bis zur Gebirgsregion am Hermon-Berg. So vielfältig ist das Land, dass es hier gleich drei Igelarten gibt: den Wüsten-, den Sand- und den europäischen Igel, jeweils angepasst an unterschiedliche Lebensbedingungen.
Der Gedanke hinter der Gründung des Museums ist auch, den Besuchern – vor allem Stadtbewohnern mit wenig Bezug zur Natur – die Lebenswelt der Tiere näherzubringen, wie und wovon sie leben, was sie brauchen und wie sie durch die Eingriffe des Menschen gefährdet werden. »Im Vergleich zu Deutschen sind sich Israelis weniger dessen bewusst, dass die größte Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert die Umwelt ist. Wir verlieren Arten und Ökosysteme mit einer nie da gewesenen Schnelligkeit«, erklärt Tamar Dayan.
So sollen die Besucher verstehen, wie der Mensch die Natur in Israel in den vergangenen 150 Jahren beeinflusst hat – nicht immer zum Positiven. »Wir befanden uns in einem Dilemma: Wir wollten als Museum die Öffentlichkeit auf die Veränderung der biologischen Vielfalt aufmerksam machen. Aber es sollte interessant sein, nicht beängstigend und vor allem nicht urteilend«, sagt Tamar Dayan. Schließlich habe der Mensch die Erde nicht aus bösem Willem verändert. Doch das Bevölkerungswachstum – allein in Israel stieg die Bevölkerung von einer Million Menschen im Jahr 1950 auf heute 8,5 Millionen – hat Spuren hinterlassen.

Und den Museumsmachern ist es gelungen, diese verständlich darzustellen – zum Beispiel anhand einer vereinfachten, interaktiven Karte Israels aus dem 19. Jahrhundert, auf der Besucher durch Handauflegen sehen können, wie sich das Land verändert hat: Die Öffnung des Suezkanals brachte die Quallenplage an die Strände. Das massenhafte Abpumpen von Wasser aus dem Kinneret führt dazu, dass nach und nach das Tote Meer und der Jordan austrocknen. Die Trockenlegung des Hula-Tals ließ einige Tierarten verschwinden. Durch die Jagd starb der syrische Braunbär aus.
In einem kurzen Videoclip und an zahlreichen Erklärtafeln erfahren Besucher, wie durch Unmengen von Plastikmüll die Meere zerstört werden. Die Ausstellung zeigt aber auch, wie der Mensch von der Natur abhängt: wie Bäume für Möbel und als Heizmaterial genutzt werden oder Bienen dafür sorgen, dass Pflanzen bestäubt werden, die wir später als Lebensmittel nutzen.
Doch das neue Museum ist nicht nur Ausstellungsort, sondern auch Forschungszentrum: »Applied policy relevance research« heißt der Bereich. Hier sollen Forschungsergebnisse entstehen, die beispielsweise für Politiker relevant sind und auf Basis derer sie Entscheidungen hinsichtlich des Managements natürlicher Ressourcen treffen sollen.
»Die Welt beschäftigt sich derzeit mit biologischer Vielfalt und Erhalt, mit Ökosystemen und Umweltschutz«, erklärt Tamar Dayan. Sie hält das Timing für die Eröffnung des Museums samt Forschungsabteilung in Israel deshalb für perfekt. »Ich schätze mich glücklich, in diesen Zeiten Ökologin zu sein, denn wir befinden uns an der vordersten Front der Herausforderungen der Menschheit. Es ist ein Privileg, dieses Museum gerade jetzt eröffnet zu haben.«
www.smnh.tau.ac.il/en

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/32165

19.06.2018

Islamfeindlichkeit und Antisemitismus – zwei zusammenhanglose Phänomene

In der aufgeklärten westlichen Gesellschaft herrscht die Meinung, dass es sich bei Islamfeindlichkeit und Antisemitismus um zwei ideologische Phänomene handele, die aktiv abgelehnt werden müssten.

von Evyatar Friesel

Zu dieser lobenswerten Aussage gesellt sich häufig noch eine weitere Vorstellung: Die beiden Positionen seien miteinander verbunden, da die Gegner des Islam und Antisemiten ähnliche fremdenfeindliche Meinungen äußern. Und in einem weiteren Schritt wird behauptet, dass der heutige Anti-Islamismus dem Antisemitismus der Vergangenheit gleiche. Dass die Moslems heute genauso schikaniert würden, wie es die Juden in der Vergangenheit wurden. Ein bekannter Vertreter dieser Ansicht ist Prof. Wolfgang Benz, bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Eine reflektierende Untersuchung zeigt, dass es keine Ähnlichkeiten zwischen den beiden Phänomenen gibt. Die Vermischung von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus hat irreführende und schädliche Folgen für das Verständnis beider und für die Auseinandersetzung damit.

Weiter geht es hier:

http://www.audiatur-online.ch/2018/06/15/islamfeindlichkeit-und-antisemitismus-zwei-zusammenhanglose-phaenomene/

14.05.2018

70 Jahre Israel Deutschland muss der Staatsräson Taten folgen lassen

Die Welt - 13.05.2018

Von Claus Christian Malzahn - Ressortleiter Politik Deutschland Hintergrund

Auf billige Ratschläge aus Europa kann der jüdische Staat gut verzichten. Wer den Frieden Israels sichern will, sollte pazifistische Appelle für sich behalten. Sie haben mit der Realität des Landes nichts zu tun.

Vor zehn Jahren hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine bedeutende Rede vor der Knesset in Jerusalem. Israel feierte damals den 60. Jahrestag seiner Gründung. Die Kanzlerin bedankte sich in ihren ersten Sätzen in hebräischer Sprache dafür, „dass ich in diesem Hohen Hause sprechen darf“. Auf Deutsch fügte sie hinzu, dass die Sicherheit Israels für jede Bundesregierung „Teil der Staatsräson meines Landes“ und „für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar“ sei.

Das klang gut. Aber auch am 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel fragt sich der eine oder andere, was Angela Merkel feierliche Worte eigentlich konkret bedeuten sollten. Was immer die Kanzlerin mit diesem Bekenntnis zum Ausdruck bringen wollte – der Zeitpunkt, dieser wohlfeil formulierten Staatsräson Taten folgen zu lassen, ist jetzt.

Seit dem 14. Mai 1948 verging kein einziger Tag, an dem das kleine Land, das etwa die Größe von Hessen hat, sich nicht gegen eine feindlich gesinnte Nachbarschaft behaupten musste.

Die 8,5 Millionen Israelis haben gelernt, mit dieser existenziellen Bedrohung zu leben, ohne ihre Gründungsprinzipien von Rechtsstaat und Demokratie aufzugeben. Die israelische Wirtschaft boomt, dem Land geht es gut. Wer in diesen Tagen an der Strandpromenade von Tel Aviv in Richtung Jaffa spazieren geht, findet dort Vitalität und Lebensfreude; mit zerknirschter Kriegsangst halten sich die wenigsten Israelis auf.

Gleichzeitig aber kennt fast jeder, der in den Cafés unter Festtagswimpeln den Sonnenuntergang genießt, den schnellsten Weg zum nächsten Bunker. Den Wechsel vom Alltags- in den Verteidigungsmodus beherrschen die Israelis nahezu perfekt.

Dass ihnen die Lebenslust nach all den Kriegen, Terroranschlägen und Konflikten nicht abhanden gekommen ist, verdient Bewunderung. Nun droht ein neuer Waffengang. Die Israelis würden gern auf ihn verzichten, aber aussuchen konnten sie sich Konflikte dieser Art in ihrer Geschichte noch nie. Der neue Gegner ist der alte: Iran, jenes Land, dessen herrschende Clique Israel von der Landkarte tilgen will und dieses Ziel beharrlich verfolgt.

Wer als Deutscher durch Israel reist, wird herzlich begrüßt

Die Bundesregierung sollte keinen Zweifel daran lassen, auf welcher Seite sie in dem heraufziehenden Konflikt steht. Stattdessen aber beklagt die Kanzlerin allgemein die wachsende Kriegsgefahr in Nahost und trauert einem Atomdeal hinterher, dessen Belastbarkeit schon bei Abschluss bei Weitem nicht nur von amerikanischen Falken und Neocons infrage gestellt worden ist.

Wer heute als Deutscher durch Israel reist, wird in der Regel äußerst herzlich begrüßt. Die Bundesrepublik ist beliebt, gilt neben den USA als größter Freund des Landes. Das ist ein historisches Wunder. Wir sollten es behüten und bewachen. Und dazu gehört eben nicht nur ein Bekenntnis zu historischer Verantwortung.

Es geht um die israelische Gegenwart – wenn es um den Konflikt zwischen Iran und Israel geht, verbietet sich politische Äquidistanz. Gerade aus Berlin muss in diesen Tagen eine laute und deutliche Klarstellung kommen: Die Aggressoren sitzen in Teheran.

Das iranische Regime, das den Staat Israel bis heute als „zionistisches Gebilde“ verteufelt, hat sich im Windschatten des Atomabkommens gleich von drei Seiten militärisch gefährlich nahe an die Grenzen des jüdischen Staats herangerobbt. Allein diese konventionelle Bedrohung Israels durch den Iran würde scharfe Sanktionsmaßnahmen rechtfertigen.

In Syrien hat die israelische Luftwaffe den iranischen Revolutionsgarden gerade schwere Schläge versetzt. Von Gaza aus feuert die von Teheran unterstützte Hamas regelmäßig Raketen auf israelische Städte und Dörfer, treibt nach wie vor Kriegstunnel in Richtung israelischer Dörfer und Städte. Im Süden des Libanon hat die proiranische schiitische Hisbollah sage und schreibe 150.000 Raketen gehortet, die auf Haifa, Tel Aviv und viele andere israelische Ziele gerichtet sind. Alle diese Maßnahmen dienen nicht der Verteidigung des Iran, sie zielen auf die Vernichtung Israels.

Dass Teheran der Hisbollah bisher keinen Angriffsbefehl erteilt hat und der Raketenhagel ausblieb, hat etwas mit Israels militärischer Stärke und seinem Selbstbewusstsein zu tun. Sollte es zum offenen Krieg kommen, wären die Kosten für den Iran sehr hoch.

Wer den Frieden Israels sichern will, sollte deshalb naseweise pazifistische Appelle für sich behalten. Sie haben mit der Realität dieses Landes und seiner Überlebensfähigkeit nichts zu tun. Israel kann am 14. Mai vor allem deshalb seinen 70. Geburtstag feiern, weil es seinen eigenen Instinkten stets mehr vertraut hat als billigen Ratschlägen aus Europa.

https://www.welt.de/debatte/article176304744/70-Jahre-Israel-Deutschland-muss-zum-juedischen-Staat-stehen.html

11.05.2018

70 Jahre Israel: Zu Ehren Israels Geburtstag (inkl. Video-Kollektion VI) #Israel70

zuletzt aktualisiert: 19.04.2018

Im Jahr 2018 wird Israel – der moderne Staat Israel – 70 Jahre alt, ein Grund für Würdigungen, Rückblicke, Perspektiven und Feiern aller Art.

Seit 1948 hat sich Israels Bevölkerung um ein 11-faches vervielfacht. Die israelische Bevölkerung beläuft sich derzeit auf 8,842 Millionen. Dies geht laut ToI aus Statistiken des israelischen Statistikamtes vor den Feierlichkeiten zum 70. Unabhängigkeitstag hervor.

Von den 8,842 Millionen Israelis sind 6,589 Millionen (oder 74,5 Prozent) Juden. Mit etwa 1.849 Millionen Mitgliedern (oder 20,9 Prozent der Gesamtbevölkerung) ist die israelisch-arabische Bevölkerung die zweitgrößte Gruppe. Ungefähr 404.000 Israelis identifizieren sich nicht als arabisch oder jüdisch.

Dennoch ist nicht zu vergessen, dass die jüdische Geschichte Israels weitaus älter ist als 70 Jahre.

“ … Archäologische Funde und historische Aufzeichnungen belegen, dass Juden seit 3500 Jahren durchgehend im Land Israel gelebt haben. Als der Zweite Tempel von den Römern zerstört wurde, war die jüdische Gemeinschaft in Israel über 1000 Jahre alt. Die Römer vertrieben nur einen Teil der jüdischen Bevölkerung und während der folgenden Jahrtausende gab es eine ununterbrochene jüdische Präsenz im Land Israel.

Der Wunsch, wieder einen jüdischen Staat zu errichten, wurde zwar durch heftige Verfolgung und wiederholte Pogrome verstärkt, entstammte aber vor allem der Überzeugung, dass sich das jüdische Volk nur in einem eigenen jüdischen Staat vollständig und unabhängig entfalten könne. Die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach politischer Unabhängigkeit wurde seit langem von Anderen anerkannt und gewürdigt, lange vor der Entstehung des modernen Zionismus im späten 19. Jahrhundert.

Die Idee eines jüdischen Staates ist demnach weitaus älter als sein Name. Es ist nicht Israel, das zu einem jüdischen Staat werden sollte, sondern ein jüdischer Staat, der Israel genannt werden sollte. …“(siehe auch: „Die Bedeutung Israels als Staat des jüdischen Volkes„)

Diese Kollektion begleitet das Jubiläumsjahr und wird kontinuierlich aktualisiert.

Zudem kann man dem offiziellen Hashtag, um auf Titter rund um das Jubiläum nichts zu verpassen, folgen: #Israel70

Weiter geht es hier: 

https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2015/04/19/zu-ehren-israels-geburtstag-inkl-video-kollektion-vi/

 

28.03.2018

EU-Geld für Terrorverherrlichung unter dem Deckmantel der Kulturförderung

Das zeigt ein Bericht der Organisation NGO Monitor, die sich für Transparenz bei der Finanzierung der israelischen NGO-Industrie einsetzt. Es geht um eine siebenstellige Summe. Der Bericht belegt die Anschuldigungen mit zahlreichen Beispielen, von denen wir hier einige vorstellen. Alleine im Jahr 2017 stellte die EU 400.000 Euro für palästinensische Kultur-NGOs für die „Unterstützung der euro-palästinensischen Kulturaktivitäten“ bereit.

Das Palestinian Performing Arts Network (PPAN)

Zu den grössten Geldempfängern der EU zählt das Palestinian Performing Arts Network (PPAN). PPAN ruft zu einem kulturellen und akademischen Boykott Israels auf. Im April 2015 weigerte sich die Organisation, an der in Marokko ausgetragenen Regionalkonferenz Med Culture teilzunehmen, da auch eine israelische Delegation daran mitwirkte. Eine Beteiligung sei aus Sicht des PPAN „ein klarer Bruch der Boycott, Divestment and Sanctions (BDS)-Kampagne“, hiess es in einer Pressemitteilung.

Als die israelische Regierung 2016 die für Oscars nominierten Künstler zu einer Reise nach Israel einlud, verurteilte PPAN die Oscars verleihende Academy dafür, „der israelischen Regierung eine Plattform zu bieten, um Oscar-Nominierte mit dieser Reise zu bestechen. Wir sehen dies als eine Fortsetzung der offenen Diskriminierung gegen schwarze Künstler“.

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump im Dezember 2017 Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt hatte, veröffentlichte PPAN eine Erklärung, in der es die PLO dazu aufrief, „das Oslo-Abkommen aufzukündigen und alle palästinensischen Verbindungen mit der US-Administration zu kappen“. Auch die „arabischen und islamischen Staaten“ rief das PPAN dazu auf, „alle Formen der Zusammenarbeit und Normalisierung mit der israelischen Besatzung und der US-Administration zu beenden“.

Im Juni 2017 verurteilte das Palestinian Performing Arts Network die Regierungen Norwegens und Dänemarks dafür, dass sie die Zahlung von Geldern an eine palästinensische NGO gestoppt hatten, die an der Einweihung eines Jugendzentrums teilgenommen hatte, das nach der Terroristin Dalal Mughrabi benannt ist, die 1978 mit einem Terrorkommando der Fatah einen Bus entführte. Bei dem Anschlag, der als Küstenstrassenmassaker bekannt wurde, wurden 38 israelische Zivilisten getötet, darunter 13 Kinder. PPAN beharrte darauf, Terroristen zu ehren und teilte mit, „die Entscheidung, die Finanzierung einer palästinensischen NGO zu stoppen, wird unmittelbaren negativen Einfluss auf … das Prinzip des Widerstands gegen die Besatzung haben. … Die Entscheidung Ihrer Regierungen [der norwegischen und der dänischen], die Finanzierung palästinensischer NGOs zu stoppen, ist Teil der Politik von Israels rechtsradikaler Regierung, das Prinzip des Widerstands zu bekämpfen und die BDS-Bewegung zu schwächen.“ Der Schritt „delegitimiert und kriminalisiert das gesetzesgemässe Recht der Palästinenser zum Widerstand gegen die Besatzung und ist ein provokativer Schwenk hin zu einer Finanzierung, die an Bedingungen geknüpft ist“. Die Welle von oft mit Messern oder Autos verübten Terroranschlägen auf jüdische Zivilisten im Jahr 2015 bezeichnete PPAN in einem Brief an die „New York Times“ als “zivilen Aufstand”.

Weiter im Text geht es hier: 

http://www.audiatur-online.ch/2018/03/27/eu-geld-fuer-terrorverherrlichung-unter-dem-deckmantel-der-kulturfoerderung/

 

18.03.2018

Anlässlich der Leipziger Buchmesse: zur israelischen Literatur

Die besten Seiten

15.03.2018

Was derzeit in Israel gelesen und geschrieben wird – und welche israelischen Bücher auf den deutschen Markt kommen

Von Anat Feinberg

Jahrelang führte Deutschland die Rangliste an: In keinem anderen europäischen Land erschienen mehr Übersetzungen hebräischer Literatur. Noch immer kommen jedes Jahr mehrere israelische Romane auf den deutsprachigen Buchmarkt, doch angeführt wird die Liste inzwischen von – nein, keineswegs England – sondern Italien. Dort engagieren sich neben den bekannten großen Verlagen auch kleinere, von jüdischen Verlegern geführte Häuser für die israelische Literatur.

Solche verdienstvollen Kleinverlage gab es – übrigens nicht nur unter jüdischer Leitung – einst auch hierzulande. Mit Wehmut mag man hier etwa an Alibaba oder an den Bleicher-Verlag denken, die zahlreiche hebräische Prosawerke der deutschen Leserschaft zugänglich machten und dabei bewusst nicht auf die »großen« Namen setzten.

Schaut man sich als deutscher Leser das Regal mit deutschen Übersetzungen hebräischer Literatur aus jüngerer Zeit an, fällt auf, dass viele der Autoren auch als moderate, linksorientierte Kommentatoren des politischen Geschehens bekannt sind: allen voran Amos Oz und David Grossman, aber auch die jüngeren Autoren Eshkol Nevo, Ayelet Gundar-Goshen oder Assaf Gavron, um nur einige zu nennen.

Gibt es denn gar keine israelischen Autoren, die zum rechten Flügel der Gesellschaft zählen? Doch, nur sind sie im Ausland so gut wie unbekannt. Zu ihnen gehören nationalreligiöse Autoren wie die 40-jährige Yifat Erlich, deren Roman Bekannt und doch fremd die Geschichte einer Siedlerfamilie mit dem Schicksal der Karäer während der Schoa verknüpft.

Zumindest eine Übersetzung ins Englische gelang dagegen Emuna Elon. In Israel ist sie eine bekannte Größe: Neben Kinderbüchern stammen immerhin vier Romane aus ihrer Feder – darunter Große Freude im Himmel, die Liebesgeschichte von Shlomzion und dem Jeschiwe-Bocher Yair, die wochenlang ganz oben auf der Bestsellerliste stand.

Gedichte: Ein Blick auf die Lyrik lässt zwei neuere Strömungen erkennen. Junge Stimmen machen sich bemerkbar, die in freien, manchmal aber auch gereimten Versen den festen Glauben an Gott zum Ausdruck bringen, oft gepaart mit einer unverhohlen nationalen Einstellung. Anders gestrickt sind die Mitglieder der Gruppe »Ars Poetica«.

Der auf den ersten Blick unverdächtige Name erweist sich als subversives Wortspiel: Keineswegs geht es hier nur um den lateinischen Begriff für die Kunst, sondern auch um das aus dem Arabischen in den hebräischen Slang gelangte Wort »Ars« – eine herabwürdigende Bezeichnung für israelische Misrachim (orientalische Juden). Der Ton der Gedichte ist oft provokant, rau und ätzend. Da die Zahl der Literaturbeilagen in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen ist, veröffentlichen viele israelische Dichter ihre Verse im Internet. Finden sie doch einmal einen kleinen Verlag, der bereit ist, einen dünnen Gedichtband herauszubringen, werden sie ordentlich zur Kasse gebeten.

Die prekäre Lage solcher aufstrebender Autoren mag paradox erscheinen. Denn oft heißt es, die Israelis seien eifrige Leser. In der Tat, die Buchhandlungen sind gut besucht. Schaut man sich jedoch das Angebot an, vor allem aber die Liste der meistverkauften Bücher, überwiegt die Zahl der Übersetzungen fremdsprachiger Romane. Unübersehbar hat in den vergangenen zwei, drei Jahren das Interesse an der einheimischen Belletristik abgenommen.

Übersetzer: Der »common reader«, wie ihn Virginia Woolf einst nannte, interessiert sich vielmehr für Bücher skandinavischer oder japanischer Autoren. Auffallend ist zudem die stetig zunehmende Zahl deutschsprachiger Romane. Die Zahl der Übersetzer aus dem Deutschen in die Landessprache nimmt zu, nicht zuletzt dank jener Israelis, die in Deutschland studiert und gelebt haben – oder es immer noch tun.

Unter ihnen finden sich ebenfalls einige Schriftsteller. Ganz neu ist dieses Phänomen zugegebenermaßen nicht. Bereits in den 1920er-Jahren hatte Berlin eine Renaissance der hebräischen Kultur erlebt. Damals verfassten führende Schriftsteller – Frischmann, Agnon, Tschernichowski, um nur die bekanntesten zu nennen – ihre Werke auf Hebräisch. Der Nationaldichter Bialik bemühte sich, wie andere auch, um den Aufbau eines hebräischen Verlagswesens. Wohlgemerkt: Der jüdische Staat war damals noch ein Traum. Heute pendeln die hebräischen Autoren zwischen der deutschen Hauptstadt und Tel Aviv.

In seinem vor Kurzem erschienenen Gedichtband Hebräisch außerhalb seiner süßen Glieder (2017) schreibt Mati Shemoelof, der aus einer misrachischen Familie stammt, über jenen Zustand, den man als permanentes Dazwischen bezeichnen könnte. So beispielsweise in dem leidenschaftlichen Gedicht »Berlin«: Es geht um den Dichter, einen ewigen Wanderer, einen (E-)Migranten »zwischen Sehnsüchten, zwischen Ländern und Identitäten, zwischen Familien und Häusern, zwischen Büchern und Sprachen«.

Dieser Zustand des Dazwischenseins schlägt sich auch in der Sprache nieder. 2016 erregte Broken German des ehemaligen Kibbuzmitglieds Tomer Gardi großes Aufsehen – der Titel englisch, das Erzählte in fehlerhaftem Deutsch, unter totaler Missachtung der Grammatikregeln. Shemoelof dagegen streut gerne deutsche Worte in hebräischer Transkription ein.

»Ich schreibe Hebräisch / ich kotew Iwrit« – so beginnt sein Gedicht mit dem Titel – in hebräischer Schrift! – »Ich bin Juden (sic!) Dichter«. Man erkennt: Heimat lässt sich nicht mehr geografisch verorten. Ist also die Muttersprache der einzige sichere Hafen? Angesichts der zunehmenden Zahl israelischer Schriftsteller, die im Ausland leben, ihre Werke jedoch weiterhin auf Hebräisch verfassen, ist inzwischen von einem neuen, diasporischen Hebräisch die Rede.

Ob sich dieses linguistische Phänomen vom israelischen Hebräisch unterscheidet und welchen Einfluss es auf die hebräische Literatur hat – über diese Frage werden wohl schon bald die ersten wissenschaftlichen Abhandlungen erscheinen.

Anat Feinberg ist Professorin für hebräische und jüdische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

http://www.juedische-allgemeine.de

 

20.02.2018

Premierminister Netanyahus Rede in München

Die Rede des Premierministers bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Wortlaut

 
„Dies ist eine wunderschöne Stadt. Sie ist voll von beeindruckenden Bauwerken, reich ausgestatteten Museen und schöner Architektur. Und dank dieser Konferenz, Herr Vorsitzender, ist München in den vergangenen vier Jahrzehnten ein Synonym für Sicherheit geworden. Das ist wichtig, denn, wie ich schon gestern Abend gesagt habe, ist ohne Sicherheit nichts wirklich möglich, nicht die Freiheit, nicht der Wohlstand und nicht der Frieden, den wir schätzen und nach dem wir uns sehnen.
Doch für das jüdische Volk fanden in dieser Stadt zwei berüchtigte Ereignisse statt. Im Jahr 1972 wurden elf unserer Olympioniken am Münchner Flughafen grausam ermordet. In vielerlei Hinsicht läutete dieser Akt der Barbarei den Aufstieg des internationalen Terrorismus ein. Seitdem kämpfen wir alle dagegen.
Und vor achtzig Jahren fand hier eine weitere Veranstaltung mit weitreichenden Konsequenzen statt. Hier wurde ein katastrophales Abkommen unterzeichnet, das die Weichen für den grausamsten Krieg der Geschichte stellte. Zwei Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg, zwei Jahrzehnte nach einem Krieg, der sechzig Millionen Menschenleben gefordert hatte, entschieden die Staatsoberhäupter, die sich in München trafen, Hitlers Regime zu beschwichtigen, anstatt es zu konfrontieren. Diese Politiker waren edle Männer. Sie dachten, in Erfüllung ihrer höchsten Verantwortung zu handeln, nämlich den Frieden zu bewahren. Der Preis ihrer Handlungen sollte sich aber bald zeigen.
Die Zugeständnisse an Hitler ermutigten das Naziregime nur und erleichterten ihm die Eroberung Europas. Anstatt einen Weg einzuschlagen, der den Krieg hätte verhindern können oder ihn zumindest in seinem Umfang und seiner Größe eingeschränkt hätte, machten diese wohlmeinenden Staats- und Regierungschefs einen größeren und kostspieligeren Krieg unvermeidlich. Eine Weile nach Kriegsende fragte Roosevelt Churchill, wie er diesen Krieg nennen würde. Dieser antwortete sofort und ohne zu zögern: den Unnötigen Krieg. Er sagte, es habe nie einen Krieg gegeben, der leichter aufzuhalten gewesen wäre.
In Folge des Münchner Abkommens sollten während des Zweiten Weltkriegs sechzig Millionen Menschen sterben, darunter ein Drittel meines Volkes; sechs Millionen Juden, die von den Nazis und ihren Kollaborateuren im Holocaust ermordet wurden. Wir werden niemals vergessen und wir werden niemals zulassen, dass die historisch Wahrheit umgeschrieben wird.
Wir werden nicht vergessen.
Wir werden nicht vergeben.
Wir werden immer für die Wahrheit kämpfen. Dies ist das Vermächtnis derer, die ermordet wurden.
Heute treffen wir uns hier zweieinhalb Jahre nachdem in einer anderen Stadt im Herzen Europas ein anderes Abkommen unterzeichnet wurde. Auch dort haben edle Männer und Frauen, wohlmeinende Staats- und Regierungschefs, die hoffen, einen Krieg zu vermeiden, ein Abkommen mit einem Regime unterzeichnet, das sein eigenes Volk brutal unterdrückt und seine Nachbarn terrorisiert.
Lassen Sie es mich deutlich sagen, Iran ist nicht Nazi-Deutschland. Es gibt viele Unterschiede zwischen beiden. Das eine Regime glaubte an eine Herrenrasse, das andere Regime glaubt an eine Herrenreligion. Juden in Iran werden nicht in Gaskammern geschickt, auch wenn religiösen und ethnischen Minderheiten dort grundlegende Freiheiten verweigert werden. Es gibt zudem viele weitere offensichtliche Unterschiede. Aber es gibt auch einige auffallende Ähnlichkeiten. Iran erklärt offen seine Absicht, Israel mit seinen sechs Millionen Juden vernichten zu wollen. Er macht daraus absolut keinen Hehl. Iran will unsere Region, den Nahen Osten, dominieren und versucht, die Welt durch Aggression und Terror zu beherrschen. Iran entwickelt ballistische Raketen, die bis tief nach Europa und in die Vereinigten Staaten hinein gelangen können.
Henry Kissinger sagte einmal, Iran müsse sich entscheiden, ob er ein Land oder ein Fall sein wolle. Das Regime in Iran hat sich entschieden, ein Fall zu sein. Der Kommandeur der Revolutionsgarde, Ali Jafari, sagte, sie seien weltweit auf dem Weg zur Herrschaft des Islam. Weltweit bedeutet: auch hier. Dies ist meines Erachtens die größte Bedrohung für unsere Welt; nicht nur für Israe