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13.05.2016

Breite Allianz verurteilt Israel-Boykott


In Berlin haben sich auf Initiative des Vizepräsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Christian Lange zahlreiche Organisationen getroffen, um sich über die so genannte „BDS-Bewegung“ („Boycott, Divestment, Sanctions“) auszutauschen.
Die BDS-Bewegung ist eine internationale Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Israel zu schaden.
Offiziell tritt die BDS-Bewegung unter anderem für die „Beendigung der Besatzung und Kolonialisierung des 1967 besetzten arabischen Landes“ ein.
Dieses Ziel soll durch einen umfassenden Boykott Israels erreicht werden,
also sowohl ein wirtschaftlicher, als auch ein kultureller oder wissenschaftlicher Boykott.
Durch zahlreiche Kampagnen versuchen BDS-Aktivisten, ihre Ziele öffentlichkeitswirksam zu erreichen: Vor Supermärkten oder vor Kaufhäusern stehen BDS-Aktivisten mit Schildern „Boykottiert Israel“, in Universitäten fordern BDS-Anhänger auf, die Beziehungen zu den israelischen Partneruniversitäten zu beenden; israelische Spendenprojekte werden durch gezielte Falschinformationen beschädigt. Darüber hinaus diffamiert die BDS-Bewegung Israel als „Apartheidstaat“.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft verurteilt die diffamierende Arbeit der BDS-Bewegung und hat daher am Dienstag, den 10. Mai 2016 zahlreiche deutsch-israelische und jüdische Organisationen zu einem Gespräch eingeladen.
„Die BDS-Bewegung schadet den deutsch-israelischen Beziehungen. Ihre Boykottaufrufe gegen Israel erinnern an die Aktionen der Nationalsozialisten „Kauft nicht bei Juden“. Das Engagement dieser Aktivisten hat nichts mit Friedensarbeit zu tun, sondern mit Hass und Propaganda“, so Christian Lange, Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Parlamentarischer Staatssekretär.
„Ich freue mich, dass heute so viele Organisationen unserer Einladung gefolgt sind. Wir müssen dieser antiisraelischen Bewegung zeigen, dass ihr Hass und ihre Aktionen in Deutschland unerwünscht sind“, so Hellmut Königshaus, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und ehemaliger Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags.

Im Anschluss an das Gespräch verabschiedeten die Teilnehmer eine Resolution „Nein zum Israelboykott. Stoppt BDS!“.
In der Resolution wird u.a. gefordert:
„- NEIN zum Israelboykott!
- Boykottaufrufe gegen Israel sind keine „legitime Kritik an der israelischen Regierung“!
- Protestkundgebungen vor Supermärkten mit „Boykottiert Israel“-Schildern oder selbst ernannte Kontrolleure, die in Geschäften israelische Produkte kennzeichnen, erinnern an die Aktivitäten der Nationalsozialisten“.
Der Resolution der Deutsch-Israelischen Gesellschaft schlossen sich unter anderem Sarah Singer für den Jüdischen Nationalfonds Deutschland, Grisha Alroi-Arloser für die Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung, Daniel Botman für den Zentralrat der Juden in Deutschland, Deidre Berger für das American Jewish Committee, Benjamin Fischer, Präsident der European Jewish Student Organisation, Maya Zehden für Freunde der Hebrew University Deutschland, Jochen Feilcke für die DIG-Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam u.a. an.


11.Mai 2016

Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. 
Internet: www.digev.de