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Bildergalerie

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23.09.2016

 

Aus der Rede von Israels Premierminister Benjamin Netanyahu vor den Vereinten Nationen am 22. September 2016:

 

(…) „Viele streben auch danach, von Israels Einfallsreichtum zu profitieren, sei es nun in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, in der Wasseraufbereitung, in der Cybertechnologie, der Verarbeitung von großen Datenmengen, der Netzwerverbindung oder der Entwicklung künstlicher Intelligenzen, dieses Wissen, das die Welt in jeder Hinsicht verändert.

Sie sollten dies bedenken: Israel ist weltweit führend in der Wiederaufbereitung von Abwasser. Wir recyceln über 90% unseres Abwassers. Wie bemerkenswert ist das? Nun, das nächste Land auf der Liste recycelt nur etwa 20% des Abwassers. Israel ist somit die weltweit größte Wassermacht. Wenn wir also eine durstige Welt haben, und die haben wir, gibt es keinen besseren Verbündeten als Israel.

Wie ist es mit der Cybertechnologie? Das ist ein Thema, das alle betrifft. Israel macht nur ein Zehntel von einem Prozent der Weltbevölkerung aus und hat im vergangenen Jahr dennoch rund 20% aller weltweit privaten Investitionen in Internetsicherheit getätigt. Verdauen Sie diese Zahl erstmal. In der Cybertechnologie schlägt sich Israel erfolgreich satte 200 mal über seiner Gewichtsklasse. Somit ist Israel ebenfalls eine globale Cybermacht. Wenn Hacker Ihre Banken, Flugzeuge, Stromnetze und so ziemlich alle anderen Netzwerke attackiert, bietet Israel unverzichtbare Hilfe an.

Daher werden die Regierungen ihre Haltungen gegenüber Israel ändern, weil sie wissen, dass Israel ihnen helfen kann, ihre Völker zu schützen, zu ernähren und ihr Leben besser zu gestalten.“ (…)

 

„Sie werden feststellen, die größte Veränderung in der Haltung gegenüber Israel findet anderswo statt. Sie findet in der arabischen Welt statt. Unsere Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien sind Stabilitätsanker im so unsicheren Nahen Osten. Und ich muss Ihnen noch was sagen: Zum ersten Mal in meinem Leben, erkennen viele andere Staaten in der Region, dass Israel nicht ihr Feind ist. Sie erkennen, dass Israel ihr Verbündeter ist. Unsere gemeinsamen Feinde sind der Iran und ISIS. Unsere gemeinsamen Ziele sind Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Ich glaube, dass wir ind den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, um diese gemeinsamen Ziele in offener Zusammenarbeit zu erreichen.“ (…)

 

„Meine Damen und Herren,

wenn schon die Gewohnheiten der Vereinten Nationen schwer aussterben, sterben palästinensische Gewohnheiten noch viel schwieriger aus. Präsident Abbas hat jüngst von diesem Podium die Balfour-Deklaration angegriffen. Er bereitet momentan eine Klage gegen Großbritannien vor, aufgrund der Erklärung von 1917. Das ist fast 100 Jahren her. Da steckt mal jemand in der Vergangenheit fest. Die Palästinenser können genauso gut den Iran für die Erklärung Nebukadnezars verklagen, der es uns Juden erlaubte, unseren Tempel in Jerusalem vor 2500 Jahre wieder aufzubauen. Oder wo wir schon mal dabei sind, warum bringen die Palästinensiser nicht direkt eine Sammelklage gegen Abraham ein, weil er ein Grundstück in Hebron kaufte, um dort die Väter und Mütter des jüdischen Volkes vor 4000 Jahren zu begraben?

(…)

Sie lachen nicht? Es ist nicht absurder als die britische Regierung für die Balfour-Deklaration zu verklagen! Meinen die das ernst? Es ist ein Witz! Und das wird ernst genommen hier?

Präsident Abbas greift die Balfour-Deklaration an, weil sie das Recht des jüdischen Volkes zu einer nationalen Heimstätte in dem Land Israel anerkennt. Die Vereinten Nationen unterstützten die Errichtung eines jüdischen Staates im Jahr 1947, weil sie unser historisches und moralisches Recht an einem Land in unserer Heimat anerkannte. Doch heute, fast 70 Jahre später, weigern sich die Palästinenser immer noch, dieses Recht anzuerkennen. Sie erkennen weder unser Recht auf eine Heimat an, noch unser Recht auf einen Staat und eine eigene Gesetzgebung. Sie gönnen uns nichts! Die anhaltende palästinensische Weigerung, den jüdischen Staat in irgendeiner Grenze anzuerkennen, ist der wahre Kern des Konflikts. Sie sehen, in diesem Konflikt geht es nicht um die Siedlungen. Darum ging es nie.

Der Konflikt tobte schon Jahrzehnte vor der ersten Siedlung, als Judäa, Samaria und Gaza noch allesamt in arabischer Hand waren. Seit die Westbank und der Gazastreifen in arabischer Hand sind, werden wir aus diesen Gebieten angegriffen, wieder und wieder und wieder. Als wir alle 21 Siedlungen im Gazastreifen aufgaben und uns gänzlich selbst aus den letzten Winkeln Gazas verabschiedeten, bekamen wir nicht Frieden aus dem Gazastreifen. Wir bekamen Tausende von Raketen, die aus dem Gazastreifen auf uns abgefeuert wurden. Dieser Konflikt tobt, weil für die Palästinenser die wirklichen Siedlungen Haifa, Jaffa und Tel Aviv sind.

Die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Siedlungen ist eine reale Frage. Sie kann und muss in Verhandlungen gelöst werden. Aber in diesem Konflikt ging es nie um Siedlungen oder um die Errichtung eines palästinensischen Staats. Es ging immer schon um die Existenz eines jüdischen Staates in irgendeiner Grenze.

Meine Damen und Herren,

Israel ist bereit, ich bin bereit, über sämtliche endgültigen Fragen zu verhandeln, bis auf eine Sache. Ich werde nie über unser Recht verhandeln, einen eigenen und einzigen jüdischen Staat zu haben.“ (…)

 

„Hätten die Palästinenser im Jahr 1947 zu dem jüdischen Staat Ja gesagt, hätte es nie einen Krieg gegeben und somit auch keine Flüchtlinge und keinen Konflikt. Sobald die Palästinenser zu einem jüdischen Staat Ja sagen, werden wir in der Lage sein, diesen Konflikt ein für allemal zu beenden. Nun, genau hier liegt die Tragödie. Wir sehen nämlich, dass die Palästinenser nicht nur in der Vergangenheit gefangen sind; ihre Führer vergiften sogar die Zukunft.

Ich möchte Sie einmal bitten, sich den Tag eines 13-jährigen palästinensischen Jungen vorzustellen. Nennen wir ihn Ali. Ali wacht vor der Schule auf. Er geht trainieren zu seiner Fußballmannschaft, benannt nach Dalal Mughrabi, einem palästinensischen Terroristen, der für den Mord an 37 Israelis in einem Bus verantwortlich ist. Danach geht Ali zur Schule, finanziell unterstützt vom palästinensischen Bildungsministerium und wohnt dort einer Veranstaltung zu Ehren Baha Alyans bei, der im vergangenen Jahr drei israelische Zivilisten ermordet hat. Auf seinem Weg nach Hause, geht Ali an eine hoch aufragende Statue vorbeit, vor ein paar Wochen jüngst von der palästinensischen Behörde errichtet, um Abu Sukar zu ehren, der eine Bombe im Zentrum von Jerusalem zur Detonation gebracht, bei der 15 Israelis getötet wurde. Wenn Ali nach Hause kommt, schaltet er den Fernseher ein und sieht ein Interview mit dem hochrangigen palästinensischen Beamten Jibril Rajoub, der sagt, dass, wenn er eine Atombombe hätte, er sie noch heute über Israel hochgehen lassen würde. Ali schaltet dann das Radio an und hört Präsident Abbas Berater, Sultan Abu al-Einein, der Palästinenser dies erklärt: „Schlitzt die Kehlen der Israelis auf, wo Ihr sie findet.“ Daraufhin überprüft Ali sein Facebookprofil und sieht dort einen kürzlich erschienenen Beitrag von Präsident Abbas‘ Fatah-Partei, die das Massaker an elf israelische Athleten bei den Olympischen Spielen in München als eine „Heldentat“ feiert. Auf YouTube, sieht Ali dann einen Clip von Präsident Abbas selbst, der sagt: „Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der in Jerusalem verschüttet wird.“ Das ist ein direktes Zitat. Beim Abendessen fragt Ali seine Mutter, was passiert, wenn er einen Juden getötet und dafür in ein israelisches Gefängnis muss. Hier ist, was ihm die Mutter erzählt. Sie sagt, dass er dafür Tausende von Dollar jeden Monat von der Palästinensischen Behörde bekommt. Genauer gesagt sagt sie ihm, desto mehr Juden er tötet, desto mehr Geld bekommt er. Ach ja, und wenn er aus dem Gefängnis kommt, so sagt sie, bekommt Ali einen Job in der Palästinensischen Behörde.

Meine Damen und Herren,

das ist alles real. Es passiert jeden Tag, die ganze Zeit. Leider ist Ali kein Einzelfall. Er repräsentiert Hunderttausende von palästinensischen Kindern, die jeden Moment mit Hass indoktriniert werden, jede Stunde. Das ist Kindesmissbrauch!“ (…)

 

„Ich weiß, dass viele von Ihnen den Frieden aufgegeben haben. Aber ich möchte, dass Sie wissen, ich habe den Frieden nicht aufgegeben. Ich bleibe der Vision von Frieden verpflichtet, basierend auf zwei Staaten für zwei Völker. Ich glaube, so stark wie nie zuvor, dass die Veränderungen in der arabischen Welt uns eine einmalige Gelegenheit bieten werden, diesen Frieden zu verwirklichen.“ (…)

 

„Meine Damen und Herren,

während wir in Israel den Frieden mit all unseren Nachbarn suchen, wissen wir auch, dass der Frieden keinen größeren Feind hat als die Kräfte des militanten Islam. Die blutige Spur dieses Fanatismuses zieht sich durch alle Kontinente. Sie läuft durch Paris und Nizza, Brüssel und Bagdad, Tel Aviv und Jerusalem, Minnesota und New York, von Sydney nach San Bernardino. So viele haben bereits unter dieser Grausamkeit gelitten: Christen und Juden, Frauen und Homosexuelle, Yeziden und Kurden und viele, viele andere. Den höchsten Preis zahlen jedoch die unschuldigen Muslime. Hunderttausende von ihnen wurden unbarmherzig geschlachtet. Millionen wurden zu verzweifelten Flüchtlingn. Zig Millionen wurden brutal unterjocht. Die Niederlage des militanten Islam wird somit ein Sieg für die ganze Menschheit sein, aber vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die ein Leben ohne Angst suchen, ein Leben in Frieden und der Hoffnung.

Um die Kräfte des militanten Islam zu besiegen, müssen wir sie jedoch unnachgiebig bekämpfen. Wir müssen sie in der realen Welt bekämpfen und in der virtuellen Welt. Wir müssen ihre Netzwerke zerstören, ihre Finanzierungen kappen und ihre Ideologie diskreditieren. Wir können sie besiegen und wir werden sie besiegen. Mittelalterlichkeit passt nicht in die Moderne. Hoffnung ist stärker als Hass. Freiheit ist stärker als Angst. Wir können das schaffen!“ (…)

 

„Meine Damen und Herren,

die Zukunft gehört jenen, die innovativ sind. Das ist der Grund, warum die Zukunft Ländern wie Israel gehört. Israel möchte Ihr Partner sein, diese Zukunft zu formen. Daher rufe ich Ihnen allen zu: Arbeiten Sie mit Israel zusammen, umarmen Sie Israel, träumen Sie mit Israel. Träumen Sie von der Zukunft, die wir gemeinsam gestalten, eine Zukunft der atemberaubenden Fortschritte, eine Zukunft der Sicherheit, des Wohlstand und des Friedens, eine Zukunft der Hoffnung für die ganze Menschheit, eine Zukunft, in der auch bei den Vereinten Nationen, auch in diesem Saal, Israel aufgenommen wird, um unvermeidlich seinen rechtmäßigen Platz unter den Nationen einzunehmen.“ (…)

 

Vollständige Rede mit Video zur Originalansprache: https://tapferimnirgendwo.com/2016/09/23/kommt-ein-jude-in-die-vereinten-nationen/