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Bildergalerie

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07.12.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Keine Handbreit dem Terrorismus

In scharfen Worten hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Uwe Becker ein Verbot des für Samstag vorgesehenen Treffens von Hamas-Unterstützer in Berlin gefordert.

Zu der Konferenz  in Moabit haben Gruppen wie das Palestinian Return Center (PRC) und die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland (PGD) aufgerufen.

„Hier treffen sich die Sympathisanten der Palästinensischen Terrororganisation Hamas, die die Vernichtung Israels als Ziel verfolgt und seit Jahren mit Raketenbeschuss und Attentaten den bewaffneten Kampf gegen Israelische Familien führt. Es darf nicht zugelassen werden, dass der Terrorismus eine Bühne in der Hauptstadt erhält und von Deutschland aus der Staat Israel dämonisiert und delegitimiert wird. Keine Handbreit dem Terrorismus“, forderte Uwe Becker heute.

„Die Hamas steht zudem für die Unterdrückung des eigenen Palästinensischen Volkes. Seit dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen und dem Kampf zwischen Hamas und Fatah herrscht die Hamas seit 2006 mit Gewalt über den Gazastreifen. Statt Demokratie und Menschenrechten herrschen Terror und Gewalt unter dem korrupten Hamas-Regime, das nun eine Plattform in Deutschland für den Kampf gegen Israel sucht. Das darf es in unserem Land nicht geben“, so Uwe Becker.

Berlin, 07. Dezember 2019

 

29.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V.:

Terrorismus bleibt Terrorismus, egal ob in Kampfmontur oder im Anzug -

Hisbollah endlich verbieten!

Mit Blick auf die jüngsten Berichte zu angeblichen Überlegungen der Bundesregierung für ein schärferes Vorgehen gegen die schiitische Hisbollah, hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Uwe Becker heute die Forderung nach einem vollständigen Verbot der Terrororganisation in Deutschland verstärkt.

„Terrorismus bleibt Terrorismus, egal ob in Kampfmontur oder im Anzug. Wenn sich schon das Auswärtige Amt, das Innen- und das Justizministerium angeblich Gedanken über den künftigen Umgang mit der Hisbollah machen, dann muss ein vollständiges Verbot dieser Terrororganisation das Ergebnis sein. Die Hisbollah ist der verlängerte Arm des Iranischen Mullah-Regimes und führt vom Libanon aus den bewaffneten Kampf gegen Israel. Die Hisbollah steht zudem für Drogenhandel und andere Verbrechen und finanziert sich neben der Unterstützung aus dem Iran über international organisierte Kriminalität“, erklärte Uwe Becker.

„Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert ein vollständiges Verbot der Terrororganisation Hisbollah in Deutschland und Europa, weil man nicht zwischen einem militärischen und einem politischen Arm der Hisbollah unterscheiden kann. So sehr sich mancher Diplomat eine politische Gesprächsebene in den Libanon hinein offenhalten möchte, so sehr konterkariert Deutschland damit seine selbst geäußerte Staatsräson gegenüber Israel und gefährdet die eigene Glaubwürdigkeit“, sagte Uwe Becker.

„Das Offenhalten politischer Kanäle in den Libanon behindert schon zu lange die notwendige Entscheidung zum Hisbollah-Verbot. Der bisherige Irrweg stärkt den Terror, nicht den Frieden und wer den Kampf gegen den Terrorismus ernst meint und der Deutschen Staatsräson gegenüber dem Existenzrechts Israels Geltung verschaffen will, muss endlich auch konsequent handeln. Es gibt nur eine Hisbollah und keinen bösen und einen guten Teil“, erklärte Uwe Becker abschließend.

Berlin, den 29. November 2019

 

14.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V.:

Solidarität statt Kennzeichnungspflicht

Anlässlich der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Umsetzung der Kennzeichnungspflicht bestimmter Israelischer Waren, hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, eine grundsätzliche Forderung nach der Solidarität Europas gegenüber Israel gestellt.

Uwe Becker hält sich vor dem Hintergrund des fortdauernden Raketenbeschusses zu einem eintägigen Solidaritätsbesuch in Israel auf.

„Die vom Europäischen Gerichtshof getroffene Entscheidung zur Kennzeichnungspflicht Israelischer Waren aus den völkerrechtlich nicht endgültig gegliederten Gebieten ist die juristische Untermauerung des Irrweges, den die Europäische Union im Umgang mit Israel in den zurückliegenden Jahren gegangen ist. 

Wo bleibt die Gleichbehandlung mit anderen Regionen auf der Welt, deren Status auch in einer Reihe von Fällen sich ähnlich oder unklar verhält. 

Die „Sonderbehandlung“ Israels kann nur den Schluss zulassen, dass man den Jüdischen Staat ganz bewusst nach anderen Maßstäben bemisst. Dies ist nicht nur traurig, sondern wirft ein bezeichnendes Licht auf die sonntäglichen Solidaritätsadressen Europas gegenüber dem einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten.

Gerade in diesen Stunden muss sich Israel wieder einmal einem Raketenhagel der terroristischen Hamas und des ebenso terroristischen Islamischen Djihad erwehren, leiden Israelische Kinder, Frauen und Männer unter Dauerbeschuss und werden von Sirenenlärm im Minutentakt in die Schutzräume gerufen.

Dort können sie nun aus Europäischer Sicht neue Etiketten auf jene Produkte kleben, die zumeist gerade auch Palästinensern Lohn und Brot überhaupt erst ermöglichen. 

Es ist ein fast schon zynisch zu betrachtendes zeitliches  Zusammentreffen von Raketenbeschuss und dem juristischen Geschoss auf Israel.

Der Kontinent, auf dem sich mit Blick auf den leider wieder wachsenden Antisemitismus mehr und mehr Jüdinnen und Juden die Frage stellen, ob sie in Europa eine Zukunft haben, lässt den einzigen Jüdischen Staat auf der Welt im Stich.

Die EU muss ihre Haltung gegenüber Israel endlich ändern, wenn sie den Feinden dieses Landes nicht weiter in die Arme arbeiten will. Mit den jährlichen Steuer-Millionen unterstützt die EU mittelbar jene, die auch nun wieder alles daran setzen, Israel von der Weltkarte zu radieren und mit der Appeasement-Politik gegenüber dem Iranischen Regime lässt man dieses seinen Kampf gegen Israel über dessen Garden in Syrien, über die Hizbollah im Libanon und über den Islamischen Djihad von Gaza aus führen, frei nach der Devise, dass alles in Ordnung ist, so lange nur die Etikettierung stimmt.

Verrutscht oder schon gänzlich abgefallen ist dabei aber das Etikett einer solidarischen Politik der EU gegenüber Israel. Doch dieses Land braucht unsere Solidarität und Europa muss diese endlich auch praktizieren“, forderte Uwe Becker.

 

12.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V.:

Finanzhilfen an Palästinenser einfrieren und Sanktionen gegen das Iranische Regime verhängen bis Raketenbeschuss und Terror gegen Israel enden

Seit dem frühen Morgen des heutigen Dienstags steht Israel unter großflächigem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, fordert die Bundesregierung und die Europäische Union dazu auf, ihre Finanzhilfen an die Palästinenser umgehend einzufrieren und Sanktionen gegenüber dem Iranischen Regime zu verhängen.

„Seit Stunden steht Israel unter Raketenbeschuss, sitzen Kinder, Frauen und Männer in Luftschutzeinrichtungen, fließen Tränen Israelischer Familien und Deutsches und Europäisches Steuergeld fließt weiter auf die Konten der Verantwortlichen für den bewaffneten Kampf und Terror gegen den Jüdischen Staat und seine Familien. Damit muss Schluss sein. Deutschland und die Europäische Union müssen ihre Finanzhilfen an die Palästinenser so lange einfrieren bis diese ihren Kampf und ihren Terror gegen Israel einstellen“, fordert Uwe Becker.

„Wer von Staatsräson spricht, muss diese auch zeigen, wenn die Existenz Israels angegriffen wird. Die Zeit leerer Betroffenheitsbekundungen und Mahnungen muss vorbei sein, Handeln ist gefragt. Wer gerade in diesen Tagen zu Recht der ermordeten Juden in der Zeit der Schoah gedenkt, muss sich auch für die lebenden Juden in Israel einsetzen und darf den Angriffen auf die dortigen Familien nicht tatenlos oder rein deklaratorisch begegnen. Ernsten Worten müssen auch ernste Taten folgen. Es darf nicht sein, dass wir mit deutschem und europäischem Steuergeld zumindest mittelbar den Kampf gegen Israel mitfinanzieren“, erklärt Uwe Becker.

„Der augenblickliche Raketenbeschuss erfolgt aber auch in erheblichem Maße von dem durch die Iranische Führung unterstützten Islamischen Djihad im Gaza-Streifen. Daher muss die Antwort Deutschlands gegenüber dem Mullah-Regime klar und unmissverständlich erfolgen und das einzig wirksame Mittel sind scharfe Sanktionen gegen Teheran. Unsere Staatsräson muss über wirtschaftlichen oder sonstigen Interessen im Umgang mit dem Iran stehen“, so Uwe Becker weiter.

 

11.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V.:

DIG mahnt zu mehr Sensibilität von Medien und Kulturschaffenden im Umgang mit Israel

Nachdem im Rahmen der Feierlichkeiten zum Mauerfall am Brandenburger Tor in Berlin als Teil einer Videoinstallation auch eine israelkritische Sequenz mit der Forderung nach einem Ende der „Besatzung“ in hebräischer Schrift gezeigt wurde, hat der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, Medien und Kulturschaffende zu mehr Sensibilität im Umgang mit Israel aufgefordert.

„Gerade vor dem Hintergrund der historischen Bedeutung des 9. November 1938 als Beginn des systematischen Massenmordes an 6 Millionen europäischen Juden muss der Umgang mit der Freude über den Mauerfall am 9. November 1989 in sensibler Weise geschehen.

Das ZDF hat mit der Einblendung des Aufrufs zur Beendigung der israelischen Besatzung in der eigenen Mauerfall-Show genau das Gegenteil getan und ausgerechnet am Jahrestag der Novemberpogrome der einseitigen Israelkritik eine mediale Bühne geboten. Auch wenn sich die Verantwortlichen inzwischen entschuldigt haben und den Vorgang als Fehlgriff erklären, bleibt wieder einmal ein Bild in den Köpfen von Millionen Fernsehzuschauern, das Israel negativ darstellt“, erklärte Becker.

„Hätten die Verantwortlichen vorsätzlich gehandelt, wäre dies ein klarer Fall von israelbezogenem Antisemitismus, doch auch Fahrlässigkeit entschuldigt gerade an einem solchen Datum die Diffamierung Israels nicht. Gerade in Zeiten eines wachsenden Antisemitismus, in der an vielen Stellen gerade auch der Umweg über Israelkritik gewählt wird, um Judenhass zu verbreiten, tragen Medien eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Judenfeindlichkeit. Und ebenso müssen auch Kulturschaffende sensibler mit der Frage umgehen, welche Stereotype ihre Botschaften bedienen“, so Becker.

„Wer sich kritisch mit der Israelischen Politik auseinandersetzen will, muss dies nach den gleichen Maßstäben tun, die für den Umgang mit allen anderen Ländern auf der Welt auch gelten. Manchmal machen dabei neben dem Ton auch Ort und Zeitpunkt die Musik aus, die zu bestimmen Zwecken angestimmt wird. In diesem Fall ist zu viel schief gelaufen. So etwas darf sich nicht wiederholen “, so Becker abschließend.

 

08.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. zum 9. November:

DIG-Präsident Uwe Becker warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Judenhass

Im Vorfeld des Gedenkens an die Verbrechen der Reichspogromnacht vor 81 Jahren erinnert der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, an die Schrecken des 9. November 1938 und warnt vor einer gesellschaftlichen Gleichgültigkeit gegenüber einem stärker werdenden Judenhass.

„Die gesellschaftlichen Narben der Ermordung so vieler jüdischer Familien, Kinder, Frauen und Männer in unserem Land sind bis heute sichtbar. Wer wären heute unsere Nachbarn, Freunde, Arbeitskolleginnen oder Sportkammeraden, wenn nicht Nachbarn an Nachbarn schuldig geworden wären. Der 9. November sollte uns immer Erinnerung und Mahnung zugleich sein. Dieser Tag war nicht der Beginn des nationalsozialistischen Terrors gegen Juden, sondern markierte den Übergang von der Entrechtung, Enteignung und Unterdrückung in den industriell organisierten Massenmord. 1933 lebten im damaligen Deutschen Reich rund 500.000 Juden. Der Nationalsozialismus ist nicht plötzlich über Deutschland hereingebrochen. Es war ein schrecklicher Prozess von einer entmenschlichten Gesellschaft in die absolute Unmenschlichkeit, denn mit den brennenden Synagogen verbrannte auch der Rest an Menschlichkeit in unserem Land. Umso wichtiger ist es, dass wir heute aufmerksam sind und den unterschiedlichen Formen des Antisemitismus entschlossen entgegen treten, vom rechtsradikal motivierten Judenhass über den eher links geprägten Antizionismus, über kulturell begründete Judenfeindlichkeit bis hin zu blindem Israelhass“, so Becker.

„Gewalt gegen Juden gab es schon vor dem 9. November 1938. Bis dahin haben Boykotte, Berufsverbote, Nürnberger Rassegesetze und andere Schikanen Juden das Hierbleiben bereits nahezu unerträglich gemacht. Mit dem 9. November 1938 begann die systematische Arisierung Deutschlands. Neben den Synagogen wurden gezielt die Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger nicht nur von SA-Leuten öffentlich geplündert und zerstört. Oftmals haben sich auch nichtjüdische Nachbarn am Eigentum jüdischer Nachbarn bereichert“, führte Becker aus.

„Der Holocaust wurde von Menschen an Menschen verbrochen und er war in seiner unvorstellbaren Dimension möglich, weil zu viele mitgemacht, zu viele weggeschaut und zu wenige dagegen aufgestanden sind, gerade als noch Zeit dafür gewesen wäre. Umso mehr erwächst daraus die Verantwortung, für die Zukunft jüdischen Lebens in unserem Land einzutreten, es zu fördern und zu stärken“, erklärte Uwe Becker.

„Leider beobachten wir 81 Jahre nach der Schreckensnacht von 1938, dass Judenfeindlichkeit in unserem Land, wie überall in Europa, wieder am Erstarken ist und leider findet wieder eine viel zu schnelle Gewöhnung der Gesellschaft an antisemitisches Verhalten, an Judenfeindlichkeit in der Öffentlichkeit, an Schmierereien und damit an die Bedrohung jüdischen Lebens bei uns statt. Dagegen müssen wir als Gesellschaft aufstehen, uns für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus einsetzen und dabei ist jede und jeder einzelne gefordert. Der Kampf gegen Judenfeindlichkeit ist keine Angelegenheit der Jüdischen Gemeinschaft, denn Jüdinnen und Juden sind Opfer und Ziel von Antisemitismus. Die gesamte Gesellschaft ist gefordert, denn der Judenhass vergiftet unser gesamtes gesellschaftliches Miteinander“, so Becker abschließend.

 

07.11.2019

Pressemitteilung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V.:

Zeit zur Auflösung der UNRWA

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, hat nach dem Rücktritt des Chefs des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA, Pierre Krähenbühl, die Auflösung der Organisation gefordert.
„Die UNRWA ist kein Hilfswerk für die Palästinenser, sondern eine von Korruption und Israelhass durchzogene Organisation. Wenn nun interne Berichte das Missmanagement offenbaren und die Vereinten Nationen den bisherigen Chef Pierre Krähenbühl zum Rücktritt veranlassen, sollte die Chance genutzt werden, um dieses Friedenshindernis aufzulösen“, erklärte Becker heute.
„Keine andere Organisation der Vereinten Nationen steht dem friedlichen Miteinander von Israelis und Palästinensern so im Weg wie ein Werk, das den Hass auf Israel von einer Generation an Palästinenser-Kindern an die nächste weiter vermittelt. Zu groß ist die Nähe von UNRWA zur Terrororganisation Hamas, zu groß ist der Hass auf Israel, den Lehrkräfte des Hilfswerks in Schulen den Kindern vermitteln. Deutschland sollte dem Beispiel anderer europäischer Staaten folgen und seine Zahlungen an UNRWA einfrieren, zumal die Bundesrepublik mit über 100 Millionen Euro zu den größten Geldgebern zählt“, so Becker weiter.
„Ich halte die israelfeindlichen Strukturen der UNRWA nicht für reformierbar, daher sollte man die Organisation auflösen und die humanitären Aufgaben auf das allgemeine Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, die UNHCR, übertragen“, so Becker.
Die Organisation UNRWA war 1949 von den Vereinten Nationen zur Unterstützung der Palästinenser gegründet worden und ist in den zurückliegenden Jahren immer wieder u.a. wegen Korruption, Machtmissbrauch, Nähe zur Hamas und der Verbreitung von israelbezogenem Antisemitismus in Schulen in die Kritik geraten.

 

04.11.2019

Magdeburger Erklärung

Für Magdeburg, die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt als Veranstaltungsort ihrer nationalen Hauptversammlung, hat sich die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) bewusst entschieden. Wenige Tage nach dem Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung und angesichts dreier wichtiger Landtagswahlen in den neuen Bundesländern möchte die größte bilaterale Freundschaftsorganisation Deutschlands ein Zeichen setzen: Die ca. 6.000 Mitglieder der DIG im vereinten Deutschland stehen zu Israel, stehen auf gegen Antisemitismus und distanzieren sich in aller Deutlichkeit von rechtsradikalen und anderen extremen Parteien.

Die 199 Delegierten, die am letzten Oktoberwochenende in Magdeburg zusammentrafen, bezogen deutlich Stellung zu elementaren Themen des Vereins:
• Unabhängig von der Tagespolitik in Israel und jener in Deutschland steht die Deutsch-Israelische Gesellschaft unverbrüchlich an der Seite Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten.
• Im historischen Bewusstsein des größten menschengemachten Verbrechens, des Holocaust, für den Deutsche verantwortlich waren, war, ist und wird die DIG ein stets verlässlicher und kämpferischer Partner des jüdischen Staates Israel sein.
• Die DIG wird sich jederzeit dafür einsetzen, die Feinde Israels zu benennen und sie nach Kräften politisch bekämpfen: Zuvörderst gilt dies für das iranische Mullahregime, das sich Syriens bemächtigt hat und aus unmittelbarer Nachbarschaft zu Israel dessen Vernichtung proklamiert und vorbereitet. Das gilt in gleicher Weise für kriminelle Terrororganisationen wie Hisbollah im Norden Israels und die Hamas, die vom Süden her den jüdischen Staat bedroht.
• Die DIG fordert die Bundesregierung auf, entschieden härter gegen das iranische Mullahregime vorzugehen, es mit schmerzhaften Sanktionen zu belegen und die Hisbollah endlich insgesamt als Terrororganisation einzustufen und zu verbieten und sich dafür auch in der Europäischen Union einzusetzen.
• Die Vereinten Nationen verabschieden mehr Resolutionen gegen Israel als gegen alle anderen Staaten zusammen. Das ist mit der Aussage, Israels Sicherheit sei Staatsräson, nicht vereinbar. Die DIG fordert die Bundesregierung auf, ihr Abstimmungsverhalten bei der UN entsprechend, der besonderen Beziehung und Verbundenheit zu Israel klar für Israel und gegen einseitige und ungerechtfertigte Verurteilung Israels, auszuüben.
• Der Beschluss des Bundestages gegen eine Unterstützung von BDS als antisemitisch wurde von der UN gerügt. Die DIG fordert die Bundesregierung auf, die Rüge zurückzuweisen. Der BDS Beschluss ist keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern ein Beschluss gegen Hetze und Antisemitismus.
• Die DIG ist sich bewusst, dass aufgrund der Verhandlungs-Verweigerung und der Terrorfinanzierung der palästinensischen Seite, der Friedensprozess nicht voranschreitet. Sie hält dennoch und verlässlich an Konzepten für die Region fest, die Israelis und Palästinensern eine Zukunft geben.
• Die DIG beobachtet mit Sorge und verurteilt auf das Schärfste Tendenzen in Deutschland, auch aus der Mitte der Gesellschaft, die darauf ausgerichtet sind, Juden zu diskriminieren und zu verfolgen. Die Radikalisierung von vordergründig demokratischen Parteien, die den Holocaust banalisieren, beurteilt die DIG als unerträglich. Sie lehnt jede Zusammenarbeit und vor allem den immer wieder versuchten Schulterschluss Rechtsextremer mit der DIG gegen die Muslime in Deutschland unzweideutig ab, dies gilt explizit auch für die AfD. Aber auch der Antisemitismus in muslimischen Kreisen und unter Neueinwanderern in Deutschland ist für die DIG inakzeptabel. Wer in Deutschland lebe, so die unmissverständliche Forderung der Hauptversammlung, müsse sich an den Werten unseres Landes orientieren. Das Bekenntnis zur Sicherheit Israels stellt einen unserer Werte dar.
• Die DIG setzt beim Kampf gegen Antisemitismus auf Klarheit und Konsequenz staatlichen Handelns, aber ebenso auf die Mobilisierung der Zivilgesellschaft, auf ihre Organisationen, Projekte und Netzwerke. Deshalb müssen Förderprogramme wie "Demokratie leben" ausgebaut und gestärkt werden.
• Die DIG fordert die Bundesregierung und die Kultusministerkonferenz auf, Präventionsprogramme gegen Antisemitismus, Israelfeindlichkeit und Rechtsextremismus für Schulen und Integrationskurse zu initiieren.
• Die DIG fordert die Bundesregierung auf, Gesetze zu beschließen auf deren Grundlage im deutschen Rechtssystem Antisemitismus und insbesondere Antizionismus als Straftatbestand aufgenommen wird.
• Die DIG fordert die Bundesregierung auf, die deutsche Finanzierung der UNRWA einzufrieren bis diese substanzielle Umstrukturierung und Verbesserungen durchführt.

Kontinuität und Wandel bewiesen die Delegierten in Magdeburg auch bei der Neuwahl ihres Präsidiums:
Präsident: Uwe Becker

Vizepräsident/-in: Philipp J. Butler Ransohoff

Michaela Engelmeier
Dr. Marcus Faber, MdB
Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB
Claudia Korenke
Maya Zehden
Schatzmeister: Dr. Hermann Kuhn
Weitere Mitglieder: Yoram-Illy Ehrlich
Helge David Gilberg
Matheus Hagedorny
Aras-Nathan Keul
Daniel Killy
Vincent David Wolff

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist ein 1966, ein Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen beider Länder gegründeter gemeinnütziger Verein. Mit insgesamt ca. 6.000 Mitgliedern, darunter 1.000 jungen Menschen, organisiert im Jungen Forum, agiert die DIG an 53 Standorten im ganzen Land. Ihre Präsidenten waren prominente Politiker wie Erik Blumenfeld, der Bremer Bürgermeister Hans Koschnick, der Bundesminister a.D. Manfred Lahnstein und andere. Seit einigen Jahren wird die DIG durch das Bundesaußenministerium gefördert. Die Geschäftsstelle des Vereines ist in Berlin. Das Pendant der Organisation, die Israelisch-Deutsche Gesellschaft, hat ihren Sitz in Tel Aviv.

Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.