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05.02.2017

Der UNO – UNSicherheitsrat

Von Redaktion Audiatur

2. Februar 2017

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN-Sicherheitsrat), zu welchem Schweden nun als nicht-ständiges Mitglied beigetreten ist, hat kürzlich eine Resolution verabschiedet in welcher israelische Siedlungen – inklusive unserer Hauptstadt Jerusalem und der Ort, auf dem unser Tempel früher stand – als illegal deklariert wurden und Israel vorschreibt, diese Gebiete abzutreten.

von Yair Lapid

Als die Mitglieder des Sicherheitsrates merkten, dass ihre Entscheidung die grosse Mehrheit der Israelis empörte – die Opposition einbegriffen – , taten sie so, als ob sie nicht verstehen würden. „Es handelt sich nicht um eine anti-israelische Entscheidung“, sagten uns die Führer der verschiedenen Staaten, „der Entscheid bezieht sich nur auf die Siedlungen“.

Das macht so viel Sinn, wie wenn Israel seine Absicht ankündigt, die Diskussionen über die jahrhundertealten Grenzvereinbarungen mit Norwegen wieder aufzunehmen, die sie für historisch unfair halten. „Es ist keine anti-schwedische Entscheidung“, sagen wir dann unseren Freunden in Schweden, „es geht nur um die Grenze.“

Ich stelle mir vor, dass ihr uns sagen würdet, dass es eine grobe Einmischung in interne schwedische Angelegenheiten sei. Der israelische Botschafter würde ins schwedische Aussenministerium zitiert und es würde ihm höflich mitgeteilt, dass es für uns an der Zeit wäre aufzuhören, sich in Angelegenheiten einzumischen, von denen wir nichts verstünden.

Und genau das empfinden wir.

Es gibt viele Gründe dafür, warum der diplomatische Prozess zwischen Israel und den Palästinensern feststeckt. Der Hauptgrund ist aber, dass die Palästinenser mindestens drei Mal abgelehnt haben, einen eigenen Staat auf über 90% des Landes zu akzeptieren. Wenn sie wirklich einen Staat hätten haben wollen, hätten sie nichts anderes tun müssen als „Ja“ zu sagen.

Aber sie sagten „Nein“. Warum? Weil der UNO-Sicherheitsrat sie davon überzeugt hat, dass es keinen Grund gibt sich um einen Kompromiss zu bemühen, welcher zum Frieden führen wird. Alles was sie tun müssen ist „Nein“ sagen, und die Forderungen an Israel werden in der Folge weiter intensiviert.

Der UNO Sicherheitsrat hat vergessen, dass wann immer sich den Palästinensern eine Gelegenheit zur Autonomie bot, sie sich stattdessen dem Terror zuwandten. Das letzte Mal im Jahr 2005, als Israel sich gänzlich vom Gaza-Streifen zurückzog und keinen einzigen Soldaten oder Siedler zurückliess. Die Palästinenser antworteten darauf mit der Wahl von Hamas als Regierungspartei, einer Terrororganisation, welche zum Ziel hat, Israel zu beseitigen, und über 15.000 Raketen auf israelischen Zivilisten feuerten.

Wenn wir nach Norden, an unsere Grenze mit Syrien schauen, sehen wir, was mit Ländern geschieht, die die Kontrolle über ihre eigene Sicherheit verlieren. Über 400‘000 Menschen sind in diesem Syrien-Krieg getötet worden und der UNO- Sicherheitsrat hat nichts anderes getan, als höflich seine Bestürzung auszudrücken. Aus irgendeinem Grund empfand es der Sicherheitsrat als dringender, Israel anzugreifen – ein Land, welches nach Frieden strebt und sich der Demokratie verpflichtet.

Israel war und bleibt bestrebt, eine diplomatische Lösung zu finden; wir lassen uns einfach nicht vom Ausland den Weg dazu diktieren. Die Mitglieder des Sicherheitsrats haben möglicherweise kein Problem damit, mit unserer Sicherheit Risiken einzugehen – aber wenn ihr Glücksspiel fehlschlägt, wird niemand die nächsten 15‘000 Raketen auf schwedische Kinder abfeuern. Sie werden auf Israelische Kinder abgeschossen. Auf unsere Kinder.

Während Schweden seinen Sitz im UNO-Sicherheitsrat einnimmt, hoffen wir, dass es dem Sicherheitsrat eine ausgewogenere und vernünftigere Stimme verleihen wird, als sie in jüngster Zeit gehört wurde.

Knesset-Mitglied Yair Lapid ist Vorsitzender der Oppositionspartei Jesch Atid, ehemaliger Finanzminister und Mitglied des Sicherheitskabinetts; aktuell hat er einen Sitz im Knesset-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung.

http://www.audiatur-online.ch/2017/02/02/der-uno-unsicherheitsrat/